wunderte sich nicht wenig, daß ich angenommen hatte, undnoch mehr, daß ich Zulage erhalten hätte.
Am 27. Octobcr reiste ich zurück und besuchte Ge-schwister Wcdckind in Königsborn, wo ich den Sonntagverweilte, und Montags Abends wieder im Nettnngshanseanlangte. Der Weg meines Lebens lichtete sich wiederdurch Gottes Gnade. Nun mußten aber die Nettnngshans-Angelegenheiten schnell geordnet werden. Ich zeigte alsodem Vorstande an, daß ich in Nörten angenommen habe,und dasselbe that ich auch in Neinstedt. Pastor Besserschrieb sogleich nach Neinstedt um meinen frühern GehülfenMünchow, den er sich schon früher als meinen Nachfolgeransersehen hatte, und ich hatte nun noch die kurze Zeit imNettnngshanse zur Abwickelung meiner Verhältnisse auszu-kaufen. Ich ordnete, soviel sich das bei den kümmerlichenVerhältnissen des Hauses thnn ließ, die ausstehendenSchulden, wobei ich alle Forderungen an Pastor Besserüberweisen mußte, brachte meine eigenen Sachen in Rich-tigkeit und stellte zum Verkauf der wegen des weitenTransports so viel wie möglich überflüssigen Sachen eineAnction an. Während dessen war auch mein NachfolgerMünchow ans Neinstedt angelangt. Wir machten nochmanche Abschiedsbesuche und bekamen dergleichen von nnscrnFreunden, und über das Alles verlief die Zeit gar schnell.Die Sachen wurden durch benachbarte Bauern ans Kchr-bcrg gepackt, um nach dein nächsten-Bahnhofe Glöwcn zumWeitertransport mit der Eisenbahn geschafft zu werden.Zwei Tage vor unserer Abreise besuchte uns noch die FrauGräfin Zedlitz Trützschler, Rudolfs Pathin, welche bei ihrenEltern in Danncnwalde zum Besuch war, um von unsund Rudolf Abschied zu nehmen. Letzteren beschenkte siemit 5 Thalern, um sich später eine Bibel dafür zu kaufen,worüber sich Rudolf sehr freute. Auch ihr Bater, der HerrMajor von Nohr-Levetzow, der einzige vom Vorstande,welcher persönlich zu uns kam, nahm herzlichen Abschiedvon uns, wobei ihm die Thränen im Auge standen. Aucher gedachte seiner Pathe, unseres Minchens, und übergab