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Drinnen schliefen sie und wußten nichts von dem Fremd-linge, der vor der Thür stand und auch am liebsten drinnendie Nacht zugebracht hätte. Aber das hätte zu großeStörung verursacht, und ich ging einige Schritte weiternach dem nächst gelegenen „Gasthofe zum Kronprinz vonHannover", weckte den Wirth, aß ein einfaches Abendbrod,legte mich zu Bette und schlief ein, nachdem ich mich undmeine Sache dem HErrn befohlen.
SS. Octobcr Am andern Morgen ging ich ins Waisenhaus undtraf die frühere Waisenmuttcr in der Küche beschäftigt.Auf meinen Wunsch führte sie mich in den Anstaltsränmenumher und erzählte mir Mancherlei von den Verhältnissen,in denen sie gestanden, was eben gerade nicht sehr an-lockend für mich war, und mich fast unschlüssig machte, obich zum Grafen gehen sollte oder nicht, wodurch sich auchdie Unruhe meines Herzens noch mehr steigerte. Ich gingins Freie, besah mir Nörten, auch Schloß Hardenberg,aber alles hatte kein Interesse für mich, ich wäre am liebstenunverrichteter Sache wieder abgereist. Aber das ging nicht.Als ich zurück kam, war auch der frühere WaisenvaterBrvdtmeycr, der von hier aus seine Schnlstelle in dem be-nachbarten Parensen verwaltete, gekommen, weil er hiernoch zu Mittag aß und seine Uebersicdelnng nach dort nochnicht vollendet hatte, da die nothwendigsten Sachen nochhier waren. Seine Schilderung der hiesigen Fanatik undDespotie, wie er sie hätte erdulden müssen, mußten natür-lich die Annahme meinerseits nur noch schwieriger machen,und das war ja auch seine Absicht, wie ich später erfuhr,dadurch es auch gekommen war, daß trotz des Ausschreibensin den Zeitungen Niemand die Stelle annehmen wollte,weil sie durch den dermaligen Inhaber stinkend gemachtwar. Erst am Abend wagte ich es zum Grafen zu gehen.Derselbe war zwar leidend an einer Armwnnde, empfingmich aber dennoch und legte sogar wider Erwarten noch30 Thaler Gehalt zu, so daß ich nun ebensoviel als inSchönebeck bekam. Sodann bat er mich, sobald als mög-lich zu komme», was ich auch versprach. Mein Vorgänger
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