Druckschrift 
2 (1893) Vom Jahre 1867-1878
Entstehung
Seite
178
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von Göttingen. Das Schwierigste bei der Sache ist,daß der neue Hansvater schon in circa 5 Wochen dortantreten muß. Es ist mit dem Waisenhanse einigeAckerwirlhschaft verbunden; ein Paar Kühe werden ge-halten. Der Hansvater hat auch den Unterricht derKinder zu übernehmen. Etwas Mnsik ist, wenn nichtnothwcndig, doch erwünscht, da der Hausvater in einerkleinen Kapelle Cantordienste zu versehen hat. Dassind die näheren Einzelheiten über die Stelle. Nun dieFrage, haben Sic Lnst, dieselbe anzunehmen? DerGehalt ist allerdings wohl gering indessen, jetzt, woder Eifer für die innere Mission wieder so sehr erschlafftist, giebt es fast gar keine Stellen. Ich weiß nicht,wann ich Ihnen eine andere, bessere würde verschaffenkönnen. Und falls Ihres Bleibens dort in Schönebecknicht sein kann, würde ich zur Annahme rathen.Die Herren Ihres Vorstandes würden gewiß auch billiggenug sein, unter diesen Verhältnissen Ihnen zu gestatten,Schönebeck alsbald zu verlassen, um so mehr ich gernbereit bin, einen jnngern nnverheirathetcn Bruder so-gleich an Ihre Stelle zu senden, welcher das nur nocheinige Kinder zählende HanS weiter fortführen könnte denn es gleich ganz eingehen zu lassen, wäre aller-dings sehr schade; vielleicht giebt doch der HErr wiederaufs neue Segen dazu.

Ihre Antwort möchte ich nun sobald als möglichhaben. Falls Sie absagen, muß ich mich nach einemandern umsehen und es bleiben mir ja nur wenigeWochen dazu. Diese meine Anfrage ist übrigens auchnur eine vorläufige. Sagen Sie zu, dann werde ich dieSache mit Herrn von den Buschc-Streithorst zu Thale,der die Sache in Händen hat, erst fest abzuschließenhaben.

Ein sehr heftiges Kopfweh macht mich ziemlich unge-schickt zum Schreiben, doch hoffe ich nichts Wesentlichesvergessen zu haben.