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2 (1893) Vom Jahre 1867-1878
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wie die ausfiel, konnte ich auch nicht wissen. Ich kam alsoins Gedränge und wußte nicht wohin, aber der HErr lenkteselber Herz und Hand, denn Er wußte längst, wohin ermich sichren wollte, als wir noch rath- und thatlos waren.

Ich schrieb nach Neinstcdt an unsern dermaligcnJnspcctor Dr. Hardeland und legte ihm die Verhältnisseunseres Hauses plan dar und bat ihn, wenn sich eineGelegenheit darböte, an mich zu denken. Wochen vergingen,ohne daß ich eine Antwort erhielt, was mich auch gar nichtwunderte, da ich glaubte, daß der Jnspcctor mich gernselbst ans der in diesem Jahre stattfindenden Brüder-Confcrenzin Minstedt sprechen wolle, woraus aber wahrscheinlichnichts geworden wäre, weil mir mein Gehalt nicht aus-gezahlt, ich mithin anch die Reisekosten nicht hätte auf-bringen können. Sodann aber glaubte ich anch, daß der-malen sich schwerlich eine Stellung für mich finden würde.

Endlich erhielt ich unterm 9. September 1867 folgendesSchreiben vom Lindenhofe in Neinstcdt:

Mein lieber Herr Eckart!

Ans Ihren Brief wollte ich gern mit einem Aner-bieten antworten, und komme deshalb erst heute zumAntworten. Es scheint, als ob das NcttungShaus, dessenHausvater Sie sind, seinem Ende entgegen gehe, wasallerdings sehr zu beklagen ist. Denn der armen ver-wahrlosten Kinder, die solche Häuser bedürfen, ist leiderdie Welt nur zu voll. Ich muß nun zunächst an Sieund Ihre Familie denken. Ich bin ersucht für einWaisenhaus, welches 14 Kinder gegenwärtig zählt, Knabenund Mädchen, einen vcrheirathetcn Hansvatcr zu ver-schaffen. Bei völlig freier Station hat der frühereWaisenvater allerdings nur 70 Thaler Gehalt gehabt,und zunächst wenigstens wird auch der neue nicht mehrerhalten, doch hoffe ich wohl, daß, wenn der Hausvaterseine Tüchtigkeit und Brauchbarkeit erwiesen, und sichVertrauen und Liebe erworben hat, eine Zulage wohlgewährt werden wird. Das Waisenhans ist eine alteStiftung, fest fundirt, es liegt bei Nörten, in der Gegend