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Die Geschichte der Reichsfreiherrn Karl vom und zum Stein
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und mehreremal dabei den Namen zünd das Wappen Steinsverherrlicht. Als dieser die Sache erblickte, wurde er unwillig undbefahl, alles sofort wegzuschaffen. Seine Schwester Mariannesamt allen Gästen legten dringende Fürbitten für die -kunst-reiche Arbeit ein. Stein ging weg mit den Worten: „Die Leutekönnten glauben, ich sei ein alter, kindischer Narr geworden undbilde mir ein, die Welt erobert zu haben." Höchst widerwärtigwar es ihm, wenn aus dem nahen, berühmten Bade Ems vielhohe Leute zu ihm nach Nassau kamen, um den berühmtenMann anzustaunen. -„Ich bin kein Wundertier", sagte er, „undauch kein Gastwirt für die diesen Badegäste in Ems und andereLeute." Darum flüchtete er sich gern nnd oft von Nassau aufsein westfälisches Schloß Kappenberg bei Dortmund, welches er1814 für andere Besitzungen in Westpreußen eingetauscht hatte,und wo er in aller Stille sich seiner alten treuen Westfalenfreute und viele glückliche Tage und Wochen verlebt hat.

Ganz so echter Art, wie Steins Demut, war auch seineLiebe. Eine seiner Töchter, die Freude seines alternden Herzens,hatte dem Vater einmal geäußert, es sei ihr etwas nicht ange-nehm. „Angenehm?!" sagte er da, „ei, was angenehm! Daraufkommt es gar nicht an, sondern was Pflicht ist." Er selbst hatsein ganzes Leben hindurch dies Wort zur Wahrheit gemacht.Seine Ehre, seinen Nutzen, seine Freuden hat er stets vollstän-dig verleugnet, nur für sein Volk gelebt und gelitten. Und dasist Liebe der höchsten Art. Auch daran wird sich der Lesererinnern, was für ein warmes Herz bei der niederdrückendenSorge für das ganze Vaterland Stein einzelnen Leidendengezeigt hat (z. B. S. 45 f.). Mit dem Alter wuchs seine Liebe.Er streute sie aus, wie der Sämann seinen Samen. „Nunwollen wir auch für die Armen sorgen; die Armen müssen auchwas haben!" sagte er zu seinen Beamten, wenn eine einiger-maßen wichtige Arbeit vollendet war. Armen Mädchen undJünglingen verlieh er Mittel zu ihrer Ausbildung, andernArmen half er mit Geld, Brot, Korn, Kleidung, Arznei, jenach Bedürfnis. Kein Kranker und Leidender pochte vergebensan seine Türe. Um Pfarrer nach Gottes Herzen heranzubilden,wünschte er die Errichtung eines Predigerseminars und erbotsich zu einem baren Beitrage von 5000 Talern. Eine besondereSorgfalt wendete er den entlassenen Sträflingen zu, und wirktekräftig für Gründung von Gefängnisgesellschaften. Für die