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Die Geschichte der Reichsfreiherrn Karl vom und zum Stein
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dem wird es stets gelingen!" sagte er. Und als Oesterreich gegenFrankreich rüstete, schrieb er: „Alles, was das Gute und Edleliebt, muß an dem Todeskampf teilnehmen. Liegt er unter:Macht und Güter gehören der Erde, Er ist ein Fremdling, er wandert ans,Und sucht ein unvergänglich Haus."

Napoleon sollte noch höher steigen, Deutschland noch tiefersinken, Stein noch unglücklicher werden. Oesterreich wurde durchdie Schlacht bei Wagram am 5. und 6. Juli 1809 niederge-schmettert, der Aufstand der braven Tiroler mit ihrem Bluteerstickt, Andreas Hofer in Mantua erschossen. In Preußen gingsunter Steins Nachfolger, Minister von Altenstein, rasch wiederbergab, und zwar so jäh, daß dieser Mann dem Könige riet,die Provinz Schlesien zu verkaufen, um Napoleons Geldforde-rungen zu befriedigen. ' Trotz allem zitterte Stein nicht. Alsseine Freunde Schön und Niebuhr in diesem hoffnungslosenMoment sich aus dem preußischen Staatsdienst mit Berufungauf ein Wort des frommen Engländers Wilberforce zurückziehenwollten, schrieb ihnen Stein: „Wilberforce, der Fromme, würdewahrscheinlich antworten, daß nur der sich rühmen darf, einenguten Kampf gekämpft zu haben, der beharret bis ans Ende.Er würde rufen: „Wachet, stehet im Glauben, seidmännlich, und seid stark!" 1. Kor. 16, 13 — Denn dasReich Gottes stehet nicht in Worten, sondern in Kraft. 1. Kor.4, 20. Er würde die schöne Stelle über die Liebe, worunterdie Liebe zum leidenden Baterland und dem unglücklichen Königauch begriffen ist, 1. Kor. 13, ganz abschreiben, und besondersBers 4: Die Liebe ist langmütig und freundlich, dieLiebe eifert nicht; Vers 7: Sie verträgt alles, sieglaubet alles, sie hoffet alles, sie duldet alles! und1. Kor. 8, 1: Die Liebe bessert."

Man sieht, der Vogelfreie war in der Bibel zu Hause!„Ach", hatte die Prinzeß Wilhelm, niedergebeugt von der Auf-geblasenheit der glaubenslosen Welt um sie herum, ihm geschrie-ben, „ach! die Demu^, deucht mir, steht dem schwachen Menschenviel besser an. Wenn der Hochmutsschwindel einmal vorüberist, dann, meine ich, werden schönere Sterne wieder leuchten."Stein antwortete: „Ew. Königlichen Hoheit frommer, kindlicherSinn hat mich tief gerührt. In ihm liegt die tiefste Weisheitund die höchste Wahrheit. Alles, was um uns vorgeht, mußuns täglich mehr überzeugen von dem Leeren und Nnzureichen-