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Die Achener Marseillaise.
grossen in kayserlichem habit, in jeder eck aber das Zeicheneines der vier evangelisten; die blätter seynd von künstlichpraeparirter baunirinde."
2. „Der sebel caroli Magni in form eines türckischenkurtzen sebels r nebst dem dar zu gehörigen gehenck, weichebeyde stücke nebst den anderen insignien und kleinodienin dem grab caroli Magni daselbst gefunden worden."
3. „eine mit kostbahren ohngeschliffenen edelgesteinenbesetzte und von unten verschlossene capsul oder kästlein,worin ein stückgen von der erde, worauff das blut desersten martyrs Stephani geflossen verwahrlich auffbehaltcnwird."
Beilage F. zu S. 421.
Ein Achener, dessen Namen unbekannt geblieben, dich-tete eine Parodie auf die Marseillaise , welche die Strassen-jungen, in A'chen Domgrafen genannt, die Franzosen ver-höhnend, sangen. Sie lautet:
Uehr Halonke, schlehte Prije 1 ), Waht ühr merr, iilir franzeBieste!Kanaljepack en Schelmevieh! Hos 5 ) könnt der ongresche Zaldat
Für mossen üch hei lige 2 ) Met Coborg üch au de Schwaht 6 ),
En döschen 3 )onsnetreppe 4 ) raieh. Dat ühr nohhein mot fieste').
Uehr arm Zitogengs!
Uehr Lompebataljongs!
Uehr Ilong ! Uehr Hong!
Sed net mieh weht als Dreck ageu Schong!
Die Sprache ist mehr als derb, ist roh, aber sehr be-zeichnend für die Volksstimmung. Der Leser wird unsverzeihen, wenn wir, weit über das Ziel schreitend, einSeitenstück zur Achener Marseillaise abdrucken lassen, dasvoll Humor und Spott in patriotischer Gesinnung eine un-bedingte Siegeszuversicht aussprach, ehe noch Frankreichs
') Bösartig, falsch. — 2 ) Leiden, dulden. — 3 ) Dürfen, —
4 ) Rühren. — °) Bald. — 6 ) Schwarte, Haut. — ') Gcdemüthigt weg-
schleichen,