Ueberbringung der Reichsinsignien nach Frankfurt. 6G9
serer seits ihm nicht verübelen, dass er nomine serenissimiDomini sui principalis gegen dieses alles protestire, im-mittelst aber uns eine glückliche reiss anwiinschen thäte,womit er sein abscheidt nähme, und wir wiederumb fortanfuhren, ungefehr eine gute halbe stund vor cöllen fundenwir wiederumb zur seiten in einem tieften weeg zur rech-ter band ein chur-cöllnisches detacliament von ungefehr 40man stehen, welches in unserem vorbeygehen das gewehrpraesentirte und uns wie die übrige hin und her zustossendein toto 7 ad 8 man, ohne etwas zu sagen, passiren Hesseund dem hinter dem giilischen escorte vorerzehltermassen fol-gendes churcöllnisches commendo zustossen und also inordine folgen thäte.
Da wir nun in jetz besagter Ordnung und mit beyder-seitigen escorten biss an der statt cöllen (: allwohe wirper emissariuni in der herberg des hoff von holland ge-nant die mittags inahlzeit hatten apprettiren lassen:) ange-kommen , dahe sahen wir die statt thor geschlossen undauff der brücken in liauffen statt cöllnische Soldaten insgewehr stehen, und käme der statt cöllnische officiere hr.Karp zu pferd hinausgeritten und besprach sich mit demjederzeit vorausreitenden hrn. Majorn von Randerath, wo-rauff durch besagten hrn. officier Karp nomine magistratuscoloniensis diesse resolution aussfielle, dass wan wir sämt-liche uns in der statt nicht auffhalten, wohl aber graddurch der statt über rhein zu passiren willens, so wolte eruns den durchzug zulassen, sonsten aber nicht 1 ), wesslial-ben wir, umb unsere ohnedem passirende reisse nicht zu
') Ein Bericht aus dem Kölner Stadtarchiv vom 23. Febr. 1742,herausgegeben von Dr. Ennen, Ann. des Niederrh. XVI, 1865, Seite1G8 ff. erläutert das Verfahrens Kölns dahin, dass die Deputation esunterlassen hätte, die Durchreise in der gehörigen Form zu notifi-ziren. Sie hätte am 21. Januar durch einen Unteroffizier im Hausedes mitregierenden Bürgermeisters von Herwegh, der nicht anwesendwar, dessen Magd ansagen lassen, sie würde entweder denselben Nach-mittag oder den anderen Morgen in Köln ankommpn. (Hatte RegistraturIvorff den Auftrag durch den Unteroffizier ausführen lassen?) Nachdem Bericht bestand die Escorte aus 500 Mann tlieils kurkölnischertheils kurpfälzischer Truppen.