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2 (1874) Vom Jahre 1400 - 1865 : mit Ill., 8 Beil. u. Reg.
Entstehung
Seite
658
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Ü58 Klage über den Untergang der Reichsstadt, Achen.

Nicht mehr das harte Weh empfanden?Ihr Trümmer ach! wo jammernd standenDie Aermsten in dem tiefsten Leid,

Wie Job in der Verlassenheit!

Du and'res Troja, reiches Achen!

Nicht list'ge Griechen nächtlich brachenMit Fackeln in die Häuser ein,

In Deine Träume. Maas und Rhein,

Hell blitzend in der Sonnen Strahlen,Vernahmen, wie in FolterqualenDein edler Bau sich ächzend wand,

Und wie Du in dem eignen BrandVergingst und flohen in ihr Bette.

Wer hebt von dieser UnglücksstätteDich wieder auf den gold'nen Thron,Du, einstens aller Städte Krön',

Die röm'schem Reich Gesetz ertheilte?

0 Quelle, die so Manchen heilte,

Wer heilt die Wunden, Dir versetzt?Wer nahet, Dir zu helfen jetzt?Du Handelsstadt und Kupferhammer,Des Handwerks reiche Silberkammer,Im Bergeskranz des Wand'rers Ziel,

Das Gott und Menschen wohlgefielWas lehrt Dein Schicksal, voller Grauen?

Nicht dürft Ihr auf die Wächter bauen,

Nicht auf der Mauern Festigkeit;

Der Himmel stellt Euch eine Zeit!

Kein Heer erstürmet Eure Zinnen;

Der Feind: ein Fünklein lauert innen."

L. v. H.