646 Zwei Achener historische Gedichte dos 15. u. 16. Jahrhunderts.
oben besprochenen (Gerard) Poiiell scheint letzterm als Vor-bild gedient zu haben.
20. Das dem Simon von Tlienen, Vers 229 ff., ge-sagte schliesst zwar jede Anklage aus, ist aber boshaft ge-nug gemeint, da 'angedeutet wird, es habe ihm nur an derGelegenheit gefehlt, sich in der Verwaltung zu bereichern.Es stimmt übrigens Vers 231 durchaus nicht zu den angeb-lich seit 1477 eingeführten Rathswahlen auf Lebensdauer.
21. Peter Bütterioich, Vers 237 ff., hat es imGegensatze zu den meisten anderen vorgezogen, in der Stadtzu bleiben und die ihm auferlegte Entschädigungssumme zuzahlen.
22. Vers 250, dem eine Lücke folgt, betrifft einen Mann,der neben dem Hause zur Meerkatze wohnte. Das Hausist nicht nachzuweisen, im 14. Jahrhundert wird ein PatrizierHermann 'von der Merkatzen' erwähnt ').
23. In der Nähe des eben gedachten Hauses wohnt .1 u n-ker Claus Sweinenpelz, Vers 253 ff. Vermutlilicli brauchtdoch der Dichter einen Spottnamen, worauf auch das nichtübliche 'Junker' hindeutet. Der Träger des Namens, der 100Gulden erstatten muss, war mit der Beaufsichtigung der Bier-steuer betraut gewesen.
24. Es muss dahin gestellt bleiben, ob in Vers 268 dasHaus zum Schaf oder zum Schrank genannt ist; keineder beiden möglichen Bezeichnungen ist nachweisbar, der sonstnicht näher gekennzeichnete Bewohner war mit dem oben be-sprochenen Georg im Hahn nach Cornelimiinster gellohen, über-haupt persönlich eng verbunden und auch dessen Nachbar.Das Haus ist demnach vielleicht am jetzigen Münsterkirchhofezu suchen.
25. Wilhelm Engelbrecht, Vers 279 ff., wohnt innächster Nähe, man braucht nur um eine Strassenecke zu biegen.
26. Johan von Stommelen, Vers 284 ff., war einFreund des Engelbrecht, scheint die Unterschleife mit jenemzusammen betrieben zu haben, wahrscheinlich gehörte er dem
Einnahme-Rechnung von 1391/92, Laurent, S. 386, Z. 22,und Verzeichniss der zur Stellung von Pferden verpflichteten (1395bis 1399) bei Loersch, Achener R.-D. S. 189, § 3.