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2 (1874) Vom Jahre 1400 - 1865 : mit Ill., 8 Beil. u. Reg.
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Kongress;

Zwecke. Was die Fürsten auf der Leipziger Ebene vorfünf Jahren mit dankerfülltem Herzen zum Heile der Völkerund zur Wiederherstellung- der Reiche und der Wahrheit vordem Allmächtigen gelobt hatten, bekräftigten sie hier aufsNeue durch treuen Handschlag. Der Eindruck dieser Sceneauf die Umgebenden war ein gewaltiger. Der Donner derGeschütze, der in den fernen Höhen wiederhallte, begleiteteden Hurrahruf der Menge. Die Gemüther erfüllte bei demerhebenden Anblick die Hoffnung auf eine glückliche undfriedliche Zukunft. Nachdem die Truppen nach dem Schlüsseder Feier au den Monarchen vorbeigezogen waren, rittendiese durch das Kölnthor zu der Wohnung des KaisersAlexander und Friedrich Wilhelm und Franz begaben sichin ihre Absteigequartiere. König Friedrich Wilhelm be-wirtliete Mittags auf dem Kaisersaale die beiden Kaiser,den Prinzen und die Prinzessin von Oranien, die Fürstinvon Thum und Taxis nebst Tochter, die Grossflirßten Con-stantin und Michael, die Prinzen Karl von Preussen undKarl von Mecklenburg, den Fürsten von Sayn-Wittgenstein.und die höheren Militärpersonen. Gegen Ende des Mahlestrank Friedrich Wilhelm anf das Andenken des Tages.Der Fürst Staatskanzler hatte mehrere in Achen anwesendevornehme Fremde und das ihn begleitende höhere Personalzur Mittagstafel eingeladen. Die Civil- und Militärbehördenfeierten den Tag mit einem gemeinsamen Mahle auf demLousberge. Auch die Armen sollten an der allgemeinenFreude Theil nehmen, darum schenkte der König demArmeninstitut hundert Dukaten. Eine ganz besondere Ver-herrlichung erhielt der 18. Oktober durch die Ausfertigungder Stiftungsurkunde der rheinischen Friedrich Wilhelms-Universität Bonn. Der denkwürdige Tag schloss mit einemüberaus zahlreich besuchten Concert der Madame Catalani ')

') Die gefeierte Künstlerin, die neben begeisterten überschweng-lichen Lobeserhebungen auch ihre Tadler fand, gab am 12. Novemberein zahlreich besuchtes Schlussconcert für die Armen. Zu der Ein-nahme von 10,000 Franken fügten die Monarchen eine ansehnlicheSumme.