Kongress.
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und Treibhaus des hiesigen Kunstgävtners Asselborn aufder Marschierstrasse und verweilte eine Stunde daselbst. Andemselben Morgen hatte er die Stecknadelfabrik von Mi-geon und Schervier sorgfältig in Augenschein genommen.
Die grosse Menge Fremder und Einheimischer suchteund fand Zerstreuung oder Erholung im Theater, in denConcerten. Ein Panorama, in welchem u. A. die Schlachtvon Waterloo dargestellt war, und die Luftschifffahrten derMadame Reichard und der Elise Garnier, deren erste ge-lang, deren zweite misslang, zogen die Menge in hohemGrade an. Der englische Garten und der Saal von Giesenim Klüppel, beide mit Gas beleuchtet, waren jeden Abendvon einem zahlreichen Publikum besucht.
Den 18. Oktober, der Jahrestag der Schlacht bei Leipzig,der Tag, an welchem 1748 in Aclien der Friede unterzeichnetworden war, bildet den Glanz und Höhepunkt des AclienerKongresses. Von dem herrlichsten Wetter begünstigt stell-ten früh Morgens die Truppen nebst einer reitenden undeiner Fussbatterie sich vor Adalbertsthor auf. Unterdessenholte König Friedrich Wilhelm zu Pferd den Kaiser Franz.ab, beide den Kaiser Alexander. Gefolgt von den Gross-fürsten Constantin und Michael, dem Prinzen Karl, demHerzoge Wellington und einem überaus glänzenden General-stabe begaben die drei Souveräne sich unter dem Jubeldes Volkes zu den Truppen, die nach einem Vorbeimärschesich auf einem neben der Landstrasse sich wenig erheben-den Hügel in einem nach einer Seite offenen Viereck auf-stellten. Vor dem an der offenen Seite errichteten Feld-altare stellten die Monarchen mit ihrem hohem Gefolgesich auf 1 ). Nach der gewöhnlichen Sonntagsliturgie undeinem auf die Feier des Tages Bezug habenden Gebetehielt der Brigadeprediger Obenaus eine gehaltvolle Redeund schloss mit einem Gebete für die Erhaltung der er-habenen anwesenden Fürsten und die Erfüllung ihrer edlen
') An dieser denkwürdigen Stelle legte ain 5. Oktober 1836 derKronprinz Friedrich Wilhelm, begleitet von seinem Bruder, demPrinzen Albreckt, den Grundstein zu einem Monumente. Der hiesigeStiftsprobst Matthias Ciaessen hielt die Festrede.