Kongress.
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liehen uucl östlichen Grenzlandschaften auf seine Kostenhalten, um die innere Ruhe des Landes zu sichern. Solltediese aber nicht getrübt werden, dann könne die Besetzungmit drei Jahren aufhören. Ausserdem zahlte Frankreichzur Vergütung der Kriegskosten 700 Millionen Frankenin verschiedenen Terminen und gab die geraubten Schätzezurück. Das Streben Frankreichs ging nun dahin, dieOkkupation abzukürzen; in dem Sinne wirkte mit Erfolgder Minister Richelieu. Schon im April 1817 verliess einTheil der verbündeten Truppen Frankreich. Ein Kongresssollte die ferneren Erschliessungen der Grossmächte be-stimmen. Dass Frankreich seine Zahlungen regelmässigleistete, erweckte bei den meisten Staatsmännern eine gün-stige Vorstellung von der Lage des Landes und der Festig-keit seiner Regierung. So kamen im Mai 1818 dieMonarchen zu dem Entschluss, in Achen eine Zusammen-kunft zu halten.
Es sahen demnach dessen Bewohner erwartungsvollfroh bewegten Tagen entgegen, wie ihre Vorfahren sie inden glänzenden Versammlungen der Fürsten und Edelndes Reiches bei Krönungen und Reichstagen erlebt hatten.
In demselben Jahre war eine Heiligthumsfahrt, dienach der reichen Ernte des vorhergehenden Jahres unge-wöhnlich zahlreiche Pilger nach Achen zog. Am 12. Juli,dem ersten Sonntage der Zeigung der Heiligthümer, zählteman an den Stadtthoren gegen 41,000 einziehende Pilger,den folgenden Sonntag gar 50,000.
Am 5. Juni forderte der Chefpräsident der königlichenRegierung diejenigen Einwohner, welche für die MonateSeptember und Oktober meublirte Häuser oder Theile der-selben zu vermiethen geneigt waren, auf, ihre Anerbietun-gen bei den Regierungsräthen von Goerschen und Boellingvor dem 13. Juni zu machen. Diese Aufforderung war dasSignal zur Entwickelung eines allgemeinen Eifers von Sei-ten der Behörden') und der Privaten, Alles zum würdigenEmpfange der zu erwartenden Gäste einzurichten. Gewiss
') Domkirche, Rathhaus, Theater wurden restaurirt, die Kasernenin Stand gesetzt, die Spaziergänge erweitert und verschönert.