506 Die Kreise des Regierungsbezirks Achen. Die Spielbank.
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bezirk Achen war der bisherige Geheime Regierungsrathvon Reimann ausersehen worden. Dieser wurde mit dereinstweiligen Oberverwaltung der königlichen Rheinprovin-zen beauftragt. Achen blieb demnach vorderhand Centrai-punkt der Verwaltung. Vielleicht leitet in Bezug daraufCornelius von Guaita eine Strafandrohung von 1—5 Frankenfür versäumte Abraupung am 23. März 1816 mit den Wortenein: Wir Oberbürgermeister der Hauptstadt Achen.
Appellationsrath Bölling als Gouvernementscommissardes Roerdepartements und Staatsprokurator Biergans alsKreisdirector traten aus ihren Funktionen; ersterer nahmam 27. April Abschied von Achen und dankte allen Freun-den und Bekannten für die ihm erzeigte Freundschaftund Güte.
Bei der am 24. April 1816 erfolgten Eintheilung desRegierungsbezirks Achen in zwölf Kreise — der 12. warS. Vith — behielt der Oberbürgermeister von Guaita dieeinstweilige Verwaltung des Stadtkreises Achen, welchebald darauf von Coels übernahm.
Durch die erste Nummer des Achener Amtsblatteswurde der mit dem 1. Mai 1816 in Kraft getretene neueMünztarif publizirt. Das Intelligenzblatt vom 9. Mai ent-hält eine Reductionstabelle ausländischer Münzen auf preus-sische.
Seit dem 8. Mai hatte der Regierungsbezirk Achenseine Kirchen- und Schulcommission; sie bestand aus demRegierungsrath Beermann, dem Konsistorialrath Bessererund dem Schulrath Hüsgen.
A. R. Reumont hatte im April 1814 mit dem Ober-bürgermeister und dem Stadtrath einen Kontrakt über dieSpielpachtung auf 15 Jahre abgeschlossen, welcher derGeneralgouverneur Sack unter Vorbehaltung des künftigenLandesherrn bestätigt hatte. Diese Genehmigung erfolgteam 11. Juni 1816 durch König Friedrich Wilhelm III.,welcher der Stadt ausnahmsweise gestattete, dass währendder Badezeit, vom 1. Mai bis letzten Oktober, gespieltwerde. Von dem Pachtgelde, welches auf jährlich 30,000Franken normirt war, wollte der König nichts beziehen.Ein Theil desselben sollte der Armenanstalt der Stadt ge-