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König Friedrich Wilhelm III. in Achen.
Oktober: „DerKönig zog in unsere Mauern ein, nicht wieder fremde Herrscher durch einen Schwann gewaffneterTrabanten angekündigt, die zwischen dem Souverain unddem Volke eine undurchdringliche Scheidewand bilden; keineObrigkeit zwang hier den Bürger, Gefühle zu äussern, diesein Herz Lügen strafte; seitdem der Deutsche seinemNationalcharakter wieder zurückgegeben ist, braucht es auchkeines äussern Prunkes, um ihm die Majestät des Thronesehrwürdig zu machen; er weiss in Einfachheit Hoheit zufinden, und nur was wahr, wohlthätig und menschlich ist,trägt bei ihm den Stempel der Grösse. So zeigte unserKönig sich seinem Volke und mit Rührung sah ihn seinVolk. Aus dem Herzen drängte sich der Ausruf: Hochlebe Friedrich Wilhelm! und Bedürfniss war es für Alle,in diese Herzensergiessung miteinzustimmen. Abends wardie Stadt prächtig erleuchtet."
Schon am folgenden Tage, früh Morgens sechs Uhr,reiste der König ab nach Köln, wo beim Empfange derAutoritäten er dem Oberbürgermeister von Guaita erklärte,er wisse recht gut, dass Achen viel gelitten habe-, die Zei-ten wären drückend, würden aber bei wieder zurückge-kehrtem Frieden besser werden. In Achen selbst hatte erdem Betragen der Bürger in der gefahrvollen Zeit, ganzbesonders der Wohlthätigkeit derselben gegen die verwun-deten und kranken Krieger des preussischen Heeres seinenhöchsten Beifall gezollt. Beim Besuche des Kaisersbadeshatte Dr. Reumont die Ehre, dem Monarchen das Inneredesselben zu zeigen und den Gebrauch der Bäder zu er-klären; auch nahm der König huldvoll ein von Dr. Reu-mont geschriebenes Werk über die Achener Bäder an undvernahm mit Beifall, dass derselbe sich in hiesiger Gegendum die Verbreitung der Kuhpockenimpfung verdient ge-macht habe. Dem Oberpräsidenten, Fürst Alexander Solms-Laubach, gegenüber hatte er sich mit Interesse nach demZustande der hiesigen Gewerbe und Manufakturen erkun-digt und sein Bedauern darüber ausgesprochen, dass er siebei seinem jetzigen Aufenthalt nicht habe in Augenscheinnehmen können, aber verheissen, dies bei einem künftigenlängern Aufenthalte zu thun.