König Friedrich Wilhelm. III. in Achen.
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eine herrliche Gelegenheit gegeben, die Tugenden derVaterlandsliebe und Menschlichkeit auszuüben."
„Wie tlnltig und freudig sie dieselbe benutzten, daslehrt mich in Achen der tägliche Augenschein; das habenmir auf meiner Bereisung eines Theiles der preussischenRheinprovinzen tausend schöne Züge bewiesen. Soll dasEinzelne benannt werden, so verdient ausser Achen vor-nehmlich die Stadt Eupen einer ehrenvollen Erwähnung,wo der würdige Frauenverein seinen rühmlichen Wetteifermit dem hiesigen Hauptfrauenverein neulich durch Ueber-sendung einer reichen Gabe von Unterstützungsgegenstän-den für die hiesigen Lazarethe bewährt hat."
Nach den glänzenden Erfolgen der preussischen Waffenkonnte Achen den diesjährigen Geburtstag seines Königsmit freudigem Hinblick auf künftige Zeiten des Friedensund des Gedeihens feiern.
Nach der zweiten Niederwerfung Napoleons sollte Frank-reich und Paris nicht mit der früheren Nachsicht und Scho-nung behandelt werden. Vor allem sollten die in derRevolutionszeit nach Paris geschleppten Kunstdenkmälerwieder an ihre früheren Eigenthümer zurückerstattet wer-den. In der That wurde am 10. Oktober ein Theil derGranitsäulen nach Achen zurückgebracht.
Nachdem am 5. Oktober die beiden ältesten SöhneKönigs Friedrich Wilhelm III., der Kronprinz und PrinzWilhelm nebst dem Neffen des Königs, Prinz Friedrich,aut ihrer Rückreise von Paris nach Berlin sich ganz kurzeZeit in Achen aufgehalten hatten, traf am 11. Oktober derKönig selbst, von Paris kommend, in Achen ein und stiegim Karlsbad bei Brammerz ab. Die Civil- und Militärbe-hörden, die Geistlichkeit und der Oberbürgermeister brach-ten ihm hier ihre Huldigung dar. Er verfügte sich baldnach seiner Ankunft in die Kathedrale, nahm hier dieHeiligthiimer in Augenschein und besuchte dann das Rath-haus und das Kaisersbad. Bei der Anwesenheit des Königsin Achen war die Rede davon, neben der ungarischen einepreussische Kapelle zu bauen und zwar da, wo der Königs-stuhl steht. In Bezug auf das einfache, prunklose Auf-treten des Herrschers sagt die Achener Zeitung zum 12.