Die Pyramide auf dem Lousberg.
493
f'eier in ihrer Synagoge. — Ein Misston war geeignet, dieGemüther aus ihrer festlichen Stimmung aufzuschrecken,nämlich die Gewissheit, dass die durch schwere Opfer er-rungenen Güter durch neue Ströme Blutes behauptet wer-den mussten.
Während der Vorbereitungen zum Entscheidungskampfemit Napoleon wurde die Sorge für den Unterricht nichtausser Acht gelassen. Der Generalgouverneur theilte am21. Mai mit, dass bei der Prüfung von zwanzig jungenLeuten der Normalcursus ein günstiges Resultat gehabthabe in der Stephanschen Lese-, der Pestalozzischen Rech-nen-, der Natorp- und Nägelschen Gesangmethode und derKrausischen Anleitung zu Denkübungen. Leider fand derGeneralgouverneur kein freudiges Entgegenkommen. DieKantone Köln, Elsen, Bergheim, Dormagen, Geilenkirchenund Montjoie hatten keine Candidaten zum Normalcursusgestellt. Die Departementsbehörde zog deshalb die Cantons-commissarien zur Verantwortung.
Am 2. April, dem Tage der ersten Abdankung Napo-leons, war, wie man verbreitete, von Kosacken die soge-nannte Pyramide auf dem Lousberge umgestürzt worden.Nach einem auf vier Folioseiten gedruckten Precis war derGrundstein zu derselben, die bestimmt war, das Andenkenan astronomische Beobachtungen zu bewahren (destinee äconserver la memoire d'observations astronomiques) am 22.Juli 1807 gelegt, aber erst am 17. Oktober d. J. Münzenund andere Gegenstände hineingebracht worden. Gegen-wärtig waren dabei der Präfekt des Roerdepartements,General Alexander Lametb, Koerfgen, Generalsekretair derPräfektur, von Lommessem, Maire von Achen, von Harff,Präsident des Generalconseils des Departements, und Belu,Chef-Ingenieur des Brücken- und Wegebaues ')• Der Steinzur Pyramide wurde aus den Brüchen von Stolberg undOornelimünster gewonnen. Der Precis spricht von deruahen Vollendung der Kunststrassen dahin 3 ). Zum Andenken
') Unter ihm baute Braucliard die Strasse van S. Adalbertsthorbis nach Burtscheid. — '-) Man lese die Inschriften der Pyramide in