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Huldigung.
errichtet'). Ueber einem antiken Armsessel, der unter einemBaldachin stand, hing das Bild des Königs, das Kolbe„mehr schön als ähnlich" gemalt hatte. Den ersten Com-missarius, Grafen von Gneisenau, vertrat der Generalmajorvon Dobschütz. Bei der Huldigung auf der Tribüne spra-chen: der Generalgouverneur Sack und im Namen der Depu-taten der Tribunalspräsident Fischenich. Anstatt des er-krankten Generalsekretairs Hellberger las der Gouverne-mentsrath Hoppe die Eidesformel ab, welche die Depu-taten und das Volk mit entblösstem Haupt und mit Em-porhalten von drei Fingern der rechten Hand nachsprachen.Trompetengeschmetter und Kanonendonner erscholl, als einstattlicher Herold, der bis dahin vor der Tribüne gehalten,hoch zu Ross, Preussens Adler auf Brust und Rücken tra-gend, mit lauter Stimme verkündete, dass Seiner Majestätdem Könige von Preussen als Grossherzoge vom Niederrhein,Herzoge von Cleve, Berg und Geldern, Fürsten, von Mors,Grafen von Essen und Werden gehuldigt worden sei.
Nach diesem ergreifenden Akte zog die Versammlungmit den königlichen Commissarien durch die Köln-, Komp-hausbad-, Peters-, Ursulinen- und Schmiedstrasse in denDom, wo der Generalvicar Fonck an der Spitze des Dom-kapitels vor den königlichen Commissarien eine Huldigungs-rede hielt und ein feierliches Te Deum gesungen wurde.Darauf bewegte sich der Zug zum Marktplatz zurück. DerBrigadeprediger Dr. Mann hielt in Gegenwart der Commis-sarien eine Huldigungsrede im Militärhospital. Am Nach-mittag war Festmahl auf dem grossen Saale des Rath-hauses. Die festlich geschmückte Stadt bot ein Bild be-wegten Lebens und patriotisch gehobener Stimmung undglänzte Abends in allgemeiner Beleuchtung. Vor Allemwurde das vor der Statue Karls des Grossen in Lebens-grösse auf dem Amphitheater aufgestellte Bildniss desKönigs in seinem Strahlenglanze bewundert. Am folgendenTage beging die israelitische Gemeinde die Huldigungs-
') Die Achener Zeitung vom 27. Mai 1815 beschreibt sie aus-führlich und bezeichnet sie als ein durchaus gelungenes Werk.