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Reformirte und Lutheraner.
den, welche das Grosspriorat des Malteser- oder Johanniter-ordens in Deutschland durch die Abtretung des linkenRheinufers verlor, ist unbekanntDass der Johanniter-orden in Achen Besitzungen hatte, wurde schon frühererwähnt 2 ).
Nach Ausführung der Verordnung vom 16. August 1798(man vergl. S. 435) erfreuten sich seit dem 17. Juli 1803die Achener Protestanten, 356 Reformirte und etwa 250Lutheraner, der Freiheit des öffentlichen Gottesdienstesund des Unterrichts in ihrer gemeinschaftlichen schönenKirche und Schule. Im Roerdepartement gab es um dieseZeit 68 reformirte Gemeinden mit 39,781 Seelen, 15 luthe-rische Gemeinden mit 4339 Seelen, 1500 Menoniten, alsoim Ganzen 45,620 Protestanten, die ungefähr den 16. Theilder Bevölkerung ausmachten 3 ). Die Bevölkerung Achenswar seit dem Jahre 1786 nicht gestiegen und betrug noch24- bis 25,000 Seelen mit mehr als 2600 Häusern. DieBevölkerung des Reiches Achen wurde auf 8000 Seelenveranschlagt. Zum Jahre 1802 bringt Johannes Schmidt
unmerklich bis zum Jahre 1868 zu grosser Ausbreitung mit Filial-anstalten in benachbarten Städten, 1859 in M.Gladbach, 1861 inCrefeld erwachsen. Das Mutterhaus in Achen ist für männlicheIrren aus den niederen Ständen, der Neubau Mariabrunn auf einerAnhöhe mit prachtvoller Aussicht und mit einem Grundbesitz von30 Moi'gen für Geisteskranke aus den bürgerlichen und höherenKreisen bestimmt. Für den Fall des Hervortretens ansteckenderKrankheiten wird das ursprüngliche Landhaus, die Flatt, benutzt.Auf dem städtischen Kirchhofe sind die Alexianer seit dem 1. De-zember 1862. Im November 1868 wurde in Chicago am MichiganSee im Staate Illinois in Nordamerika das Krankenhaus eingerichtet,welches Alexianer aus Achen leiten. Im Herbste 1871 wurde dasselbemit dem grössteu Theile der Stadt ein Raub der Flammen."
Heinr. Berghaus, Deutschland seit hundert Jahren. II. 1, 348.Leipzig 1861. — 2 ) Nach dem grossen schwarzen Buche, fol. 166,besass S. Johann auf dem Bach ein Haus auf dem Hof bei demGasthaus, welches der Commandern' den Armen gegen einen jähr-lichen Erbzins von 10 Gulden überliess. Darüber war ein Brief nebstSiegel vom Jahre 1351 vorhanden. — 3 ) Geographie und Gesch. desHerzogth. Berg, der Grafschaft Mark . . . des Ruhrdepartements etc.von Johannes Schmidt, Lehrer und Erzieher der Jugend zu Stollbergbei Aachen. Aachen 1804. XII. 351. 8. S. 243 ff.