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2 (1874) Vom Jahre 1400 - 1865 : mit Ill., 8 Beil. u. Reg.
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Das Bisthum Achen.

Da Deutschland am 7. Februar durch den Friedenvon Luneville die linksrheinischen Länder an Frankreichabgetreten hatte, waren dieselben staatsrechtlich in denBesitz Frankreichs gekommen, dessen erster Consul durchdas Concordat vom 15. Juli 1801 mit Papst Pius VII. alsrechtmässige Obrigkeit von der Kirche anerkannt wurde.

Das Bisthum Achen.

Durch das Concordat wurden die meisten Bisthümerin Frankreich wieder hergestellt. Das Bisthum Lüttich,zu welchem die Stadt Achen gehört hatte, erhielt nichtwieder alle seine früheren Bestandteile zurück, der erz-bischöfliche Stuhl von Köln blieb unbesetzt. Der ersteConsul, eine Vorliebe der alten französischen Könige fürAchen theilend, hatte dieses zu einem bischöflichen Sitzeausersehen').

Die Erectionsbulle erschien am 29. November 1801.Das Bisthum Aclien stand mit den Bisthümern Doornick,Namur, Gent und Lüttich unter dem Erzbisthum Hechelnund umfasste die Departements der Roer und des Rheinesund der Mosel, jenes mit fünf und vierzig, dieses mit drei-und dreissig Pfarreien, die fast überall einem Friedens-gerichtskreis entsprachen. Die vorgenannten fünf undvierzig, mit Wesel sechs und vierzig, Pfarren waren solcheerster Klasse, zu denen im Roerdepartement noch fünf-hundert vier zweiter Klasse kamen. Der linksrheinischeTheil der Kölner Erzdiöcese, ein grosses Gebiet des Rhein-

liclien Charakter hatte die S. Rochus - Bruderschaft in der Franzis-kanerkirche, deren Mitglieder, Geistliche. und angesehene Bürger derStadt und Umgegend, unter Gräven standen. Ihre Kapitalien wurdender Apotheke des Marianischen- oder Wespienspitals zugewiesen.(Vergl. S. 424.) In dieser Apotheke erhielten Arme unentgeltlichMedizin.

') So sollte die Pfalzkapelle unbewusst durch denjenigen Mann,der sich so gerne mit Karl dem Grossen verglich, zum zweiten Maleine bischöfliche Kirche werden. Das chronicon Moissiacense zumJahre 813 (M. SS. I, 311) nennt sie senior ecclesia, soviel wie matrixcatliedralis, weil ein Bischof am Hofe Karls des Grossen weilte.