Die Sakramentsbruderschaft.
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dem 18. September des Jahres 1559, das wahrscheinlichauch das Todesjahr des Stifters war, erfolgte. DurchSchenkung von Seiten der Mitglieder hatte sie einen nichtunbedeutenden Besitz erlangt. Wie das Diarium derSakramentsbruderschaft, welches durch das Verzeichnissihrer Mitglieder schon eine hohe Bedeutung fürAchen hat,erzählt, wurden nach einer -Vorstandssitzung vom 28. No-vember 1794 „unter dem älteren Vorsteher" von Oliva dieBruderschaftskasse nebst den Verzeichnissbüchern, welchesich in der Wohnung des Bruderschaftssekretärs und ehe-maligen Stadtregistrators Bernard Adenaw befanden, vonden französischen Agenten versiegelt. Auf eine Eingabean die Centraiverwaltung, an deren Spitze die üblichenWorte Freiheit, Gleichheit, Bruderliebe nebst dem DatumNonidi, 9. Frimaire im 3. Jahre der Republik, den 29. 9beralten Stils, stehen, gestattete der Bürger Cromm die Ab-nahme der Siegel. Der an Stelle des abwesenden Sekre-tärs Bernard Aldenaw gewählte Bürger Einig übernahmsieben Bücher und einen kleinen Kassarest von etwa achtKronenthalern in abgeschliffener Münze. Die Bruderschaft')behielt indessen ihr Vermögen; aber im Jahre 1801 wurdesie durch die französische Behörde gezwungen, ihre Ka-pitalien und ihr sämmtliches Silberwerk dem Wohlthätig-keits-Institut zu übergeben. Vergebens protestirte sie undverlangte, wenigstens so viel Kapital zu behalten, als er-forderlich war, um aus den Zinsen die Kosten des ge-wöhnlichen Gottesdienstes zu bestreiten 2 ).
Im Jahre 1799 wurden von der Polizeibehörde die Verzeich-nisse der in Achen bestehenden Bruderschaften nebst Angabe derObliegenheiten derselben eingefordert. — 2 ) Nach wiederholt ver-gebenem Versuche im Jahre 1810 gewährte endlich unter derPreussi-schen Regierung die Wohlthätigkeits-Commission im Jahre 1816tausend Thaler aix zur Abhaltung des Gottesdienstes. Im Jahre 1819folgte Herrn Zimmermann im Pfarramt von S. Foilan Herr Corneli,der zugleich Sekretär und Kassirer der Gesellschaft wurde, die indiesem Jahre beschloss, wegen der dürftigen Umstände der Bruder-schaft in diese auch einige fromme Damen aufzunehmen. Unter dennachfolgenden Pfarrern Schleich, Miirkens und de Rath hat dieBruderschaft einen erfreulichen Aufschwung genommen. Einen ahn-