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2 (1874) Vom Jahre 1400 - 1865 : mit Ill., 8 Beil. u. Reg.
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424 Wiederkohl' der Franzosen. Abführung dor Kunstschätze.

Glücke hatte das Stiftskapitel Reliquien' Reichskleinodienund Paramente nach Paderborn in 20 Kisten (das Inventar desInhaltes folgt als Beilage) geflüchtet, von wo erstere im Jahre1804 am 22. Juni durch Vermittelung Napoleons nach Achenzurückgeholt wurden. (Das Schwert und das Evangelien-buch Karls des Grossen wurden am 15. Oktober 1798 aufden Wunsch Kaisers Franz II. von Paderborn nach Wiengeschickt, ebenso die goldene Krone, der Ring, das Scepter,der Reichsapfel und die Sandalen Karls des Grossen, welcheKaiser Sigmund 1424 Nürnberg anvertraut hatte.) Werth-volle literarische Schätze, besonders der Marienkirche, wur-den zerstört oder verschleppt; fand man doch mancheswichtige Manuscript aus früheren Jahrhunderten auf Keh-richtshaufen. Die Erzsäule Karls des Grossen wandertenach Paris, wo sie ungenutzt in einein entlegenen Winkelstand, bis sie unter dem Maire von Lommessen zurückge-geben und am 1. Mai 1805 wieder aufgestellt wurde. VieleOriginalurkunden des Stifts wurden auf einen Speicher ge-legt, dessen Dach schadhaft war. Die Urkunden verfaultenund wurden in zwei Karren aus der Stadt auf ein Feldgefahren. (Quix, der Kreis Eupen, S. 33, n.) Wichtige Ur-kunden und vier werthvolle Porphyrsäulen, welche letztereangeblich im Louvre als Stützen nicht weggenommen wer-den durften, blieben für Achen' verloren. Die besten Ge-mälde der Stadt, das Altarblatt der Kapuzinerkirche, dieGeburt Christi von Rubens, zwei Gemälde des Hauptaltarsder Franziskanerkirche, die Kreuzigung Christi in verschie-denen Momenten darstellend, welche man für eine ArbeitDiepenbecks, eines Schülers von Rubens, hielt, reizten dieRaublust der Franzosen und wurden nach Paris gebracht.Als sie zurückgegeben werden mussten, war der Rubensverloren gegangen; die anderen Gemälde nahmen ihre frühereStelle wieder ein. Werner von Palant, dessen Familie zuden Hauptwohlthätem des Minoriten- oder Franziskanerklo-sters gehörte, hatte sie der Kirche 1 ) geschenkt.

') Nach der Säkularisation von 1796 wurde die Kirche, welchemit der von S. Paul zu den schönsten der Stadt zählt, Pfarrkirche.Sie hatte eine Bruderschaft des h. Rochus, welcher die angesehensten