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2 (1874) Vom Jahre 1400 - 1865 : mit Ill., 8 Beil. u. Reg.
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Der Stadtbrand vom 2. Mai 1656.

Stadt aut die benachbarten Anhöhen, von wo aus die Be-jammernswerthen in Verzweiflung dem Untergange ihrerStadt und ihrer Habe zusahen. Vierundzwanzig Stundenwaren bei der Wuth des entfesselten Elements hinreichend,um das zu Grande zu richten, was der Fleiss von Gene-rationen angesammelt hatte. Auch grosse Waarenlager,einheimische und fremde, besonders Amsterdamer, gingenin Flammen auf; siebenzehn Menschen verloren ihr Leben.Die Heiligthiimer und Schätze der Liebfrauenkirche hatteman in die Rochuskapelle gerettet, welche in dem geräu-migen Garten des Kapuzinerklosters lag und mit Wasserumgeben war. Die Liebfrauenkirche hatte ihre Dächer undden Glockenthurm nebst den Glocken verloren (die heutigenwurden im Jahre 1659 gegossen), ferner verbrannten, wie Erven, erzählt,etliche uralte Kapellen, die rund um den kleinen Kirch-hof gestiftet und auferbaut gewesen sind, sowie die Kircheklein S. Johann, wo die Kinder getauft werden." , Grösserwaren die Verluste, welche das Rathhaus erlitt, das unsDürer, Nopp und Merian noch in seinem Glänze bildlichdarstellen. Es wurde nach Aussen und nach Innen argbeschädigt. Es verlor eine auserlesene Bibliothek mit denbeiden unersetzbaren Raths- und Schöffenarchiven, so dassnur jene Urschriften und Briefschaften der Stadt übrigblieben, welche in einem Gewölbe des Granustlmrmes ver-schlossen lagen. Ausser der S. Foilanskirche brannten abmit den Klöstern die der Dominikaner, Augustiner, Franzis-kaner und der Kreuzherren. Dasselbe Schicksal hatte dieKirche der Jesuiten mit dem Collegium (deren Schulgebäudeblieb nach Erven erhalten). Auch fast alle Frauenklöstermit ihren Kirchen gingen zu Grunde: der Weissen Frauen,des Gasthauses, der Ursulinen, Annuntiaten'), der Poeniten-

') Der von Johanna, Tochter des Königs Ludwig XI. von Frank-reich, gestiftete Annuntiatenorden (annuntiatio B. M. V.) besass- einKloster nebst Kapelle, nach welchem der Annuntiatenbach seinenNamen führt. Bei seiner Anwesenheit in Achen im Jahre 1804schenkte Napoleon die Klostergebäude nebst dem dazn gehörendenGrundeigenthum der Stadt, welche dort ein Asyl für arme Wahn-sinnige errichtete.