228 Der Kaiser spricht die Aclit über Aclien aus.
die Katholiken getadelt, rügt er, dass der Meier de« OrtesBurtscheid, Albert Schrick, willkürlich aus seiner Stellungverdrängt und Johann Kalckberner in dieselbe eingesetztund dass der Erbvogt jenes Ortes, Johann von Merode-Hoffalis in Gewahrsam genommen sei, weil er den JohannKalckberner nicht als rechtmässigen Inhaber jener Meiereianerkennen gewollt.
Am 23. Juli wurden zum Schutz der Stadt 140 Fuss-soldaten und am Anfange des folgenden Monates der Oberstvon Puttlitz mit einem Fähnlein brandenburgischer Truppenaufgenommen. Alle Thore der Stadt, die vier Hauptthoreausgenommen, wurden geschlossen und verrammelt und Vor-bereitungen getroffen, einen Ausfall zu machen oder einenAugriff abzuwehren. In der Besorgniss, dass ihre Stellungunhaltbar sei, bringen die Machthaber ihr bewegliches Eigen-thum nach Aussen in Sicherheit, was zu thun den Katho-liken verweigert wird. Da die Achener Machthaber aufdie kaiserlichen Befehle keine Rücksicht nahmen, so sprachMatthias am 20. Februar 1614 die Acht über dieselben zuBudweis aus. Diese wurde am 23. August desselben Jahresdurch die kaiserlichen Subdelegirten nicht ohne Gefahrdurch Anschlag in Achen verkündet. Das Mandat rekapi-tulirt die bekannten Verhandlungen vom Jahre 1581 biszum Jahre 1593, wo das Urtheil ausgesprochen, und biszum Jahre 1598, wo zum ersten Mal die Acht verhängtwird, dann die am 5. Juli 1611 ausgebrochenen Unruhen,die darauf folgenden Verhandlungen bis zur erneuerten Achtund schliesst: „Was die Erstattung der Unkosten, die Ver-gütung des erlittenen Schadens und die Bestrafung der-jenigen betrifft, welche vor anderen bei diesem Werkestraffällig sind, so behalten wir uns darüber kraft unsereskaiserlichen Amtes die näheren Bestimmungen bevor, sowieauch über die Beschwerden, die Jemand gegen den altenRath haben mag."
Am 22. August sandte Erzherzog Albrecht, des KaisersMatthias Bruder, den spanischen Feldobersten, den Marquisvon Spinola, mit einem bedeutenden Heere gegen Achen.Dieser errichtet in der Nacht an zwei Stellen das schwereGeschütz, am Fusse des Salvatorsberges und ausserhalb