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2 (1874) Vom Jahre 1400 - 1865 : mit Ill., 8 Beil. u. Reg.
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208 Die Protestanten werden dadurch ermuthigt. Jesuiten.

waren diese 1581 von ihren Vorgesetzten wieder abbe-rufen worden. Sieben Jahre nachher 1588 kam aus Maast-richt Pater Yall mit einem Mitbruder nach Achen, weilteim Hause des Dechanten, hielt unbehelligt durch den pro-testantischen Magistrat Predigten in verschiedenen Kirchen,gründete unter den Bürgern eine Marianische Sodalität undwurde wieder abberufen. Nachdem durch den Spruch desKaisers Rudolf der katholische Rath wieder eingesetztworden war, kehrten auf Veranstaltung des Bischofs Ernstvon Lüttich und mit Uebereinstimmung des hiesigen Stifts-kapitels und des Rathes der Stadt gegen Anfang des Jahres1600 die Jesuiten wieder zurück 1 ). Diese wohnten eineZeit lang bei dem Dechanten Wormbs von Thomberg, er-langten dann in der Scherpstrasse eine Wohnung, wo siezuerst in einem gemietheten Hause eine Schule für die Ju-gend errichteten 2 ;. Den Gottesdienst hielten sie aufdem Hochmünster in der Karlskapelle, bis sie! ein Ge-bäude, das der Magistrat von einem Edelmanne, Spies vonErenstein, gekauft hatte, zu einem Gotteshause umwandel-ten, das Gott und dem Erzengel Michael gewidmet undvom Liitticher Suffragan Andreas Stregnart im Jahre 1608geweiht wurde. Vorher hatte der Magistrat ihnen dasHaus des Bürgermeisters Colyn auf der Scherpstrasse einge-räumt.

Da die Protestant jn an Sonntagen häufig in benach-barten Orten bewaffnet die Predigten besuchten, verbot der

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') Das Stiftskapitel bewilligte am 31. Mai 1600 den Jesuitenzum Unterhalte der an der hiesigen Schule unterrichtenden Yäterjährlich 700 brabänter Thaler unter der Bedingung, dass sie in derMarienkirche predigen und Beichte sitzen sollten. Der Magistrat er-gänzte diese Summe am 7. Juni desselben Jahres auf 10 Jahre zu1000 Thlr. und verordnete, dass Bürger, Einwohner und Unterthanender Stadt den Vätern durch Testament Erbgüter nur auf Lebenszeitübertragen dürfen, nach ihrem, der Besitzer, Tode, sollen die Güterdenjenigen zufallen, denen sie von Rechtswegen zugehören. Ann. d.hist. Vereins für den Niederrhein, 1866, S. 51. — -) Ausser 17 klei-neren protestantischen Schulen bestanden damals zwei höhere, einereformirte und eine lutherische, in Achen.