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2 (1874) Vom Jahre 1400 - 1865 : mit Ill., 8 Beil. u. Reg.
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Berinstein. Achens Geldnoth.

ten, Hess er am 30. Juni 1603 aus den Grafschaften aclit-und sechzig Rotten aufbieten, neugeworbene Truppen aufdie Feste Berinstein 1 ) und auf die Stadthore, die geschworenenSchützen auf die Thtirme und hundert Mann Bürger aufdas Rathhaus legen, brennende Lichte an den Wohnungenin der Nacht aufstellen und die Wirthshäuser durchsuchen;ein Beweis, dass er auch Gefahr von Innen besorgte. Trotz die-ser Massregeln inusste der Rath sich entschliessen, um ihrerlos zu werden, 6000 Gulden baar zu bezahlen. Es wurdeunter den zerrütteten Verhältnissen der Stadt um so schwerer,solche Summen aufzubringen, da sie nach der Festsetzungder kaiserlichen Commissarien vom 18. April 1602 demHerzoge Johann Wilhelm von Jülich „zur Abtilligung allergeforderten Kosten" die Summe von 24,000 Rth. zu zahlenhatte, auf deren Abtragung dieser drang. Der Herzog gingso weit, dass er die Güter von Achenern mit Beschlag be-legte und seine Truppen in das Gebiet der Stadt einrückenHess. Eine Abschlagsumme von 4000 Thlr., welche derRath zahlte, änderte die Lage nicht, bis endlich am 13.August der Rest der Summe erlegt wurde. Im Septemberwar die Stadt in neuer Bedrängniss. Soldaten der Mast-richter Besatzung waren in dem Reichsdorfe Orsbach er-schienen und vier derselben von Achener Truppen ge-tödtet worden. Für jeden derselben Hess der Komman-dant von Mastricht 1000 Thlr. fordern und in der Nacht des24. Oktober drei vermögende Bauern nach Mastricht ab-führen.

Da die an Jülich gezahlte Summe von den Aechternhätte aufgebracht werden müssen, welche theils nach Am-sterdam , theils nach Middelburg und anderwärts ausge-wichen waren, so legte der Rath am 2. Oktober auf derenGüter Beschlag und lehnte die Vermittelung der General-staaten mit Hinweis auf den kaiserlichen Befehl ab.

*) cf. Band I S. 136 und 144. Diese vom Erzbischofe Adolf von Kölnzerstörte Feste kommt weder in den Urkunden noch in den Stadt-rechnungen des 14. Jahrhunderts vor. Sie mnss aber am Anfangdes 17. Jahrhunderts noch im Stande gewesen sein. Ihre Reste, diesogenannte Schanze, verschwanden mit dem Bau der DüsseldorferEisenbahn.