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2 (1874) Vom Jahre 1400 - 1865 : mit Ill., 8 Beil. u. Reg.
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Entschädigungssummen.

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saal verlassen hatte. Seine Wohnung wurde durch Soldatenbesetzt und seine Papiere saisirt. Der gewesene Bürger-meister Diederich Verken und Andere, welche man nachder Sitzung festnehmen lassen wollte, entzogen sich durchdie Flucht. Nach einem abermaligen Dankfeste in derLiebfrauenkirche und einer feierlichen Procession am *8.Oktober wurde der Gattin des Bonifaz Colyn befohlen, ihreWohnung zu verlassen und diese dem Gerard Eilerbornangewiesen. Der Syndicus Mann wurde freigegeben, nach-dem er versprochen, während sechs Monate die Stadt nichtzu verlassen und nicht gegen den Rath zu handeln. AufAnordnung des Sendgerichts wurde der kleine St. Jakobs-kirchhof, den die Protestanten seit dem 16. Mai 1582 zuihrem Begräbnissplatze benutzt hatten, geschlossen.

Der Kanonikus und Parochian Johann Eilerborn erliessam 28. Oktober eine Verordnung, durch welche er die viel-fach in Abnahme gekommene katholische Ordnung in Be-zug auf die Kindertaufe, Eheschliessung, Feier von Sonn-und Festtagen, Begräbniss, Fleischverkauf, Fleischessenwieder ins Leben rief.

In der Stadt herrschte in den folgenden Monaten grosseVerarmung. Die Kläger verlangten von den 126 Geächte-ten 195,615 Rth. Schadenersatz. Diese hielten Zusammen-künfte, um die Summe auf die Einzelnen zu vertheilen,kamen aber zu keinem Entschlüsse, zögerten auch absicht-lich, um die Intervention der zu Frankfurt versammeltenpfälzischen, brandenburgischen, anhaltischen und nassau-ischen Räthe anzurufen, von denen am 10. Januar 1599Schreiben an den Ratli einliefen, die indessen nichts er-wirkten. Da die Protestanten, welche nicht im Standewaren, die grosse Summe zu erschwingen, die Zahlungs-fristen nicht einhielten, Hess der Grosse Rath am 11. De-zember einige hundert Mann Soldaten des Herzogs vonJülich, der ebenfalls für gehabte Bemühungen eine grosseGeldentschädigung von 50,000 Rthl. machte, nach Achenkommen und eine Auzahl derselben in die Wohnungen dergeächteten Bürger Ludolf von Lintzenich, Johann Beck,Johann Radermacher, Niklas Bannerts und Anderer ver-legen. Bei der Leere der Stadtkasse unterhandelte der