Druckschrift 
2 (1874) Vom Jahre 1400 - 1865 : mit Ill., 8 Beil. u. Reg.
Entstehung
Seite
189
Einzelbild herunterladen
 

Die frühere Regierung kehrt zurück.

189

unterthanen, die Bürger und die Karlsschützen sind hiergesondert aufgestellt. Die Jülicher brachen zuerst auf undbesetzten das Burtscheider Thor, hielten dann bei derS. Leonardskirche so lange, bis sie erfuhren, dass in derStadt Alles geordnet war, worauf sie diese wieder ver-liessen, sich vor Burtscheid auf dem grossen Bend auf-stellten und eine Salve gaben. Mittags schickten die Ka-tholiken ihnen reichlich Nahrung hinaus. Darauf setztendie Achener sich in Bewegung, an der Spitze der kaiser-liche Herold, der Bürgermeister Albrecht Schrick, WilhelmWylre, beide Schöffenmeister, Gregor von Wylre, JohannElre-born, Franz Widerrath, Jakob Moll und andere ausgewicheneBürger. Der Zug bewegte sich zur Liebfrauenkirche, undtrat über das Pervisch zur Wolfsthiire hinein. Vor demLiebfrauenaltare danken sie unter Thränen für ihre Rück-kehr und die Wiederherstellung des katholischen Magistrats.Während des Tedeums bleibt der Zug vor der Kirche stehen,bewegt sich dann bis zum Markte. Die Karlsschützen be-setzen das Haus zum Stern, die Uhrglocke und das Rath-haus, die geschworenen Schützen die Wälle. DreihundertSoldaten, welche die katholischen Herren unter HauptmannKroch mitbrachten, nahmen die Thore in Besitz. Als derBürgermeister Schrick wieder das Rathhaus betrat, dessenSchelle den Rath zur Sitzung einlud, sprach er an derGallone desselben die Worte Simeons: Nunc dimitte servumtuum, Domine! Schon am 21. September starben er und

Aecise eines Müdt Malz für ein Jahr. Wer den Königsvogel dreiJahre nach einander abschoss, erhielt den der Gesellschaft vomMagistrat geschenkten schön gearbeiteten silbernen Adler, den jenereinlösen musste. Zu ihren Uebungen in der Stadt überliess derMagistrat ihr den Graben zwischen dem Komphausbad und demHolzgraben. Als im Jahre 1710 der damalige Bürgermeister Petervon Dahmen diesen Graben von der Stadt kaufte und auf demselbenHäuser einrichten liess, erhielt sie den noch heute nach ihr genanntenHirschgraben. Nach Nopp 187 nahmen Kölner, Lütticlier, Mastrichter,Dürener und andere Schützengesellschaften an den hiesigen Schützen-festen Theil. Eine jüngere noch heute blühende Gesellschaft nenntsich die Karlsschützen. Sie schoss mit Büchsen. Nach ihr erhieltder Karlsgraben seinen Namen. Quix 1. c- 169.