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2 (1874) Vom Jahre 1400 - 1865 : mit Ill., 8 Beil. u. Reg.
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Antwort der Protestanten auf die fünfte Mahnung des Kaisers. 169

sich dem Vorhaben, besonders aus dem Grunde, weil derInhalt solcher Schriften den Orthodoxen verheimlicht wer-den würde. Die Protestanten bestanden unter Drohungendarauf. Da sie entschieden abgewiesen wurden, fasstensie den Plan, die Einen der Anhänger des alten Glaubensaus dem Rath zu treiben, die Andern zu ihrer Parteiherüberzulocken. Am 28. März überreichen sie durch Ser-vatius von Köln dem Rath eine mit Schmähungen ange-lullte Schrift, in welcher sie des Bürgermeisters von HovenEhre und Ruf angreifen und den andern BürgermeisterPeter von Zeuell und den Theodor von Hillensberg anstif-ten, den von Hoven mit vielen anderen schuldlosen Rathenals aufständische Verletzer der städtischen Privilegien zubezeichnen.

Am 25. April wählten die Gegner des altens Glaubenszwei neue Werkmeister aus ihren Gesinnungsgenossen, denMathias Peltzer und Jodocus Bock, von denen der ersteresich in Schmähungen gegen die Katholiken, den einenBürgermeister und den Rath erging. Die Wahl wurde alsdem kaiserlichen Befehle entgegen für ungültig erklärtNoch war der Streit darüber nicht beendet, als zu denKlageschriften der benachbarten Fürsten ein fünftes kaiser-liches Rescript gegen die aufrührerischen Achner einliefnebst Begleitungsbriefen und einer Instruction vom 15. April1581. In dieser wurde Ernst von Baiern, Bischof von Lüt-tich, Wilhelm, Herzog von Jülich, Philipp, Baron von Win-nenburg und Philipp von Nassau, Herr in Bilstein aufge-fordert, wachsam zu sein, da das Fest des h. Urbanusbevorstehe, der Tag (25. Mai), an welchem in Achen derMagistrat gewählt und erneuert wird. Die Fürsten solltenihre Räthe hinsenden, die- beiden letztern personlich dortanwesend sein, die alte Wahlordnung wieder herstellen, dieneuen Einrichtungen abstellen und deren Urheber aus derStadt weisen. Die Commissare sollten Alles, was zum Wohlder Gemeinde und zur Eintracht geeignet sei, aufs Eifrigstebefördern.

Die Protestanten richten ein Entschuldigungsschreibenan den Kaiser, dessen Ansicht sie zu erkennen betheuern,aber theils sei die Verfassung der Gemeinde dem Kaiser