Die Bäder.
141
die Wässer beschrieben und nur Wenige eine gehörigeKenntniss von ihnen hätten, obschon sie von den mäch-
des Gasthauses auf dem Hofe, zu welchem auch die Bäder gehörten,und des Leprosenhauses zu Melaten waren allmählich an das 133Ggestiftete Gasthaus auf dem Radermarkt gekommen, das nach fol.102 im Jahre 1561 sechs Provisoren hatte. Neben Renten auf vieleHäuser des h. Geisthauses sind fol. 1 ff. mit der Jahreszahl 1537verzeichnet: die Güter in Weyden, der grosse und kleine Hof zuOrsbach, der grosse und kleine Hof zu Vetschau. Es gehört nachfol. 45 dem h. Geisthause up dem verrkensmart under dat gewand-haus — auf dem heutigen Chorusplatze — ein stoil, den Peter Barkgemiethet hat. Auf fol. 60 ff. sind die Zinsen eingeschrieben ausdem Register der Armen zu Melaten und sind 1550 denselben Armensoviel Erbrenten an die Stadt überwiesen worden. Nach fol. 102besitzt das Gasthaus auf dem Radermarkt den Hof Süyert — Sürse—. Bei den Rentbriefen liegt ein alter Brief mit einem Siegel, wieder lieilg geisthaus gass under die Kr eine dufge.it, gefreiet, dat nie-manns darinne noch darbouen bawen mach. Nach fol. 90 zahlt dash. Geisthaus Renten: dem priester int heilig geist van der vanBreidenichs wegen, der Kirche zu Orsbach, den predgerherren, denAugustinern, den palendem (von anderer Hand: dieser vorsc. postder palendere? belangendt ist abgemacht, mit 200 Rthlr., welcheden patribus augustinis eingerumbt seint). Unter den Häusern be-gegnen uns viele schon bekannte und heute unter demselben Namenbenannte: Die Oligsmühle an der Druffnaas, die Lantzkron in Gross-kölnstrass, ein cliippels haus an der weffbegardengass hinsburg, derlüstern- und der cloisterliof in dem Marienthal. Marschier- undHartmannsstrasse kommen nicht vor, nur Bortscheder und Hard-winsstrasse. Bis zum Ende des 16. Jahrhunderts finden wir einebedeutende Reihe von Spitälern in Stadt und Reich, an welche manallerdings den heutigen Massstab nicht anlegen darf, wenn sie auchden allgemein verbreiteten Sinn der christlichen Charitas bekunden.An die ältesten, das vom h. Geist, welches man nach den Bestim-mungen der Capitulare von 816 und 832 wohl bis zu den Karolingernhinaufzuführen berechtigt ist, und das auf dem Hof und das aufdem Badermarkt schliessen sich nach und nach an das zum h. Johannin der Trichtergasse, zum h. Egidius in der Pontstrasse, das S. Jdkohs-spital in der Kleinmarschierstrasse; für die Vorstädte: das auf demHauptmann zum h. Martin, in der Kölnstrasse das bei den Begulier-herren, das von S. Matthys, das von S. Leonard, das zum h. Julianbei den Kreuzherren, endlich vor der Stadt und im Reich S. Thomas,später Thomashof, Melaten und das Spital in Haren. Auf fol. 136des grossen schwarzen Buches (fol. 69 erwähnt auch ein kleines