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Albert Münster.
(dessen Aquisgr. S. 25 ff. 1 ) mittheilte, trat im Jahre 1524Albert Münster, der ein Westfale gewesen sein soll, in Achenauf und behauptete, die katholische Lehre irre gar sehrvon der Wahrheit ab, die Gottesgebärerin Maria habe inNichts einen Vorzug vor anderen Frauen, der Beistand derHeiligen sei für Nichts zu erachten, die gottesdienstlichenHandlungen Seien unnütz, die Predigt allein habe einenWerth in der Kirche, die Gewänder der Heiligen, welcheKarl der Grosse nach Achen gebracht, besonders diejenigen,welche alle sieben Jahre öffentlich gezeigt würden, seiennicht mehr zu achten als gewöhnliche Lumpen; die Pilgertlniten besser, Opfer und Geld in Häusern der Unzucht,als auf so viele Reisen zu verwenden; endlich könne mander sogenannten Ablässe ebensogut in Schweineställen alsauf Altären und in Kirchen theilhaftig werden. Der Magi-strat nahm ihn fest. Man erfuhr bald darauf, dass er einumherziehender Schauspieler sei, der zwei Mortdtliaten be-gangen, die eine zu Mastricht, die andere zu Wesel. Erwurde zum Tode verurtheilt, vor dem Jakobsthore hinge-richtet und daselbst begraben.
Nach der ältesten bekannten Verordnung des probstei-lichen Lehenhofes vom Jahre 1521, welche auf Veranlas-sung des damaligen Probstes Heinrich, Pfalzgrafen beiRhein, Herzogs von Baiern und Domprobstes von Strass-burg erging, besass der Probst von Achen ausgedehnteLehen in den heutigen Kreisen Achen und Eupen. Eswaren folgende:
Astenet , Kreis Eupen, Pfarrsprengel Walhorn,
Belven , Kreis Eupen, Pfarrsprengel Walhorn,
Bodenhof, früher Laboen, Stadtkreis Achen,Brandenburg , Kreis Eupen, Pfarre Raeren,
Crapoel, Kreis Eupen, Pfarre Walhorn,
Eynatten, Haus und Hof im Kreise Eupen, PfarreEynatten,
') Eine Vergleichung des handschriftlichen Materials in denArchiven zn Berlin und Dresden für die Reformationszeit beweist dieGenauigkeit seiner Mittheilungen. H. Loerscli, Ann. des liist. Vereinsfür den Niederrh. XVII, 1866, S. 24 n. Beeck starb nach dem Diariumder Sakramentsbruderschaft im Jahre 1624.