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2 (1874) Vom Jahre 1400 - 1865 : mit Ill., 8 Beil. u. Reg.
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Ewiger Landfrieden. Reichskammergericht.

melden; doch soll dasselbe auch nichts desto weniger aufAnrufung des Beschädigten oder von Amtswegen wider dieFriedensstörer verfahren 1 ).

Im Jahre 1495 gründeten die Magistrate von Labacliund Kronenburg in Slavonien an dem auf dem Hochmtinstergelegenen, der Jungfrau Maria und den vier Kirchenlehrern(Hieronymus, Augustinus, Gregorius und Ambrosius) ge-widmeten, vorlängst auf ihre Kosten erbauten Altare einBeneficium zu Ehren der hh. Methodius und Cirillus undstellten einen der slavischen Sprache kundigen Rector an,dessen Ernennung sie sich vorbehielten -).

Im Jahre 1496 war Heiligthumsfahrt. Bei deren Schlussfänden sich nach Nopp achtzigtausend Goldgulden in demOpferkasten.

Um diese Zeit werden die Achener sich wohl Ein-griffe in die Jurisdiction ihres Bischofs und Archidiaconserlaubt haben, denn unter dem 1. März 1498 mahnt PapstAlexander VI. sie von solchen ab und lässt in dem imStadtarchiv aufbewahrten Breve kirchliche Censuren durch-blicken.

Wie das fünfzehnte Jahrhundert mit dem Hader zwischendem Rathe und der Gemeine anhob, so schloss dasselbeauch mit dem Unfrieden zwischen den beiden Ständen, sodass wir mit gutem Grunde beim Beginne desselben es alsdas Jahrhundert der politischen Kämpfe bezeichnen konn-ten. Nach einem noch vorhandenen Schreiben des Herzogsvon Jülich, das dieser aus Hambach bei Jülich am Kreuz-erfindungstage, 3. Mai 1499, an die Stadt Achen richtet,zu schliessen, fanden auch um das genannte Jahr Reibun-gen zwischen beiden Parteien statt. (Quix, Beiträge III. 99.)

Die nächsten Jahre bieten für die Geschichte Achenskaum Bemerkenswerthes- Im Jahre 1505 erhielten dieMessingfabrikanten einen Zunl'tbrief, in welchem nicht,wie später bei den Nadelfabrikanten, eine Lehrzeit fest-

*) Müller, Reichstheater unter Maximilian 1. S. 370, bei Ad.Menzel, Geseh. d. Deutsch. VIII, 261, 8 ) Quix, die MünsterkircheS, 35 u. 132 fT.