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2 (1874) Vom Jahre 1400 - 1865 : mit Ill., 8 Beil. u. Reg.
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Vergleich zwischen Aehen und dem Stift zu S. Adalbert. 95

sers Friedrich III., dem Bischöfe Ludwig Bourbon vonLüttich, dem Erzbischofe Hermann von Köln, dem Probstedieser Kirche." Wir haben aus Urkunden französischerKönige, welche sie im Laufe der Jahrhunderte zu GunstenAchens ausstellten, erfahren, dass sie eine grosse Verehrungfür Karl den Grossen an den Tag legten, den sie als ihrenVorfahr betrachteten. König Ludwig XI., welcher im März1482 der Liebfrauenkirche eine Jahresrente von 4000 livresschenkte, nennt in dem Schenkungsakte Karl den GrossenKaiser der Börner und König ven Frankreich seinen Ahn-herrn (Empereur des Bomains et roi de France notre pro-göniteur ')

Das S. Adalbertstift war am Ende des 15. Jahrhun-derts so verarmt, dass es seine zerfallene Kirche kaumrestauriren konnte. Es klagte Achen der gewaltsamen An-eignung seiner Besitzungen an. Mahnungen des PapstesGregor XI. und des Kaisers Friedrich III. nutzten nichts.Die Stiftsherren verliessen 1481 die Stadt und verrichteten5 Jahre hindurch ihren Gottesdienst in der Apostelkirchezu Köln.

Am 31. Januar 1485 wurde durch den SchiedsrichterWigerus von Hassent, Probst zum h. Martinus in Kerpen,ein Vergleich zwischen dem Stifte zu St. Adalbert und derStadt Achen ausgesprochen. (Lat. Urkunde im Stadtarch.)Durch diesen Vergleich wurden neue Streitpunkte beige-legt. Unter Andern war nahe bei dem Stifte von demMagistrat ein Wachthaus angelegt worden. Dasselbe bleibt,nur sollen die Wächter dem Stifte nicht zur Last sein. DerRuthenträger von S. Abalbert soll vom Wachtdienste derStadt frei sein, wenn er kein Kleriker ist. Von ausserhalbder Stadt geholtem Bier und Wein zahlen die Herren vonS. Adalbert keine Accise, wohl aber von ganzen und halbenTonnen, die sie in der Stadt kaufen. Wenn sie bei Ver-wandten und Freunden zum Essen eingeladen werden, dür-fen sie für ihren Mund den Wein frei mitnehmen. In ihrenHäusern auf ihrer Freiheit dürfen sie brauen und backen,

') Quix, die Münsterkirche, S. 210 ff.