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2 (1874) Vom Jahre 1400 - 1865 : mit Ill., 8 Beil. u. Reg.
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Karl der Kühne in Achen.

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die zu Schöffen Gewählten annehmen müssten und zugleichdem Rath angehören könnten.

Der Stadt Achen zeigte der Herzog Karl bei seinemAufenthalte vom Jahre 1472 Wohlwollen und nahm diegrossen Ehrenbezeugungen, welche man ihm erwies, u. A.die Ueberreichung der Stadtschlüssel, freundlich entgegen.Während seiner Anwesenheit Hess er seine Tonkünstler inder L. Frauenkirche beim Hochamt spielen. Die Chronikvon Loersch zum Jahre 1475 sagt: In vielgemeltter Zeitkam desz hertzogen frawe von Burgundt ihr gebede zuAichen thuen und sant unser 1. frawen ins miinster einenseidtnen mitt giiltt durchwircktten tabbert (weites falten-reiches Kleid). Ausser diesem schenkte die GemahlinKarls des Kühnen, Margareta von York, wahrscheinlichum dieselbe Zeit der Liebfrauenkirche ihre Brautkrone 1 ).

Am 11. August des Jahres 1475 kam nach der Chronikvon Loersch Herzog Karl von Burgund mit sieben hundertReitern nach Achen und blieb daselbst vom Sonntage biszum Donnerstage. Als er am Nachmittage die Stadt ver-liess, begaben sich die „Herren" der Stadt zum Markte inBegleitung eines kaiserlichen Heroldes und nahmen dasZelt, das er dort aufgeschlagen hatte, mit seinem, desHerzogs, Wappen weg. Von Achen aus zog der Herzog

J ) Diese ist silbern - übergoldet, mit ächten Perlen, Diamantenund Edelsteinen besetzt, sie läuft in Zacken aus, ist mit Rosettenversehen, welche die weisse Böse, das Emblem des Hauses' York dar-stellen, und enthält in dem schmalen Rande dreimal die BuchstabenC. M-, Carl, Margareta, in Email. Um den breiteren Rand, rechtsvon einem diamantenen Kreuze, läuft die Inschrift: Margarita deYork. Die Krone wurde am Anfange dieses Jahrhunderts von demdamaligen Domgoldschmied Kremer renovirt, aber im Jahre 1867auf Befehl und auf Kosten Seiner Königlichen Hoheit des Kron-prinzen Friedrich Wilhelm von Preussen von dem zeitigen Dombau-goldschmiede Martin Yogeno vortrefflich neugefasst und ergänzt.Besonders zierlich ist das burgundisch - yorksche Wappen in Email.Das lederne gepresste Etui ist das ursprüngliche und enthält dreimaldie Devise: bien en avienie und dazwischen dreimal: 0. M. DieAbbildung der Krone und des Etui, sowie die weiteren Kunst- undhistorischen Darstellungen bei Franz Bock, Karls des Grossen Pfalz-kapelle und ihre Kunstschätze, II. Theil S. 95—102.)