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2 (1874) Vom Jahre 1400 - 1865 : mit Ill., 8 Beil. u. Reg.
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48 Friedrich III. in Achen. Seine Krönung.

Bürger Thys von Thoren und dessen Helfershelfern die zuLommyers geübte Gevvaltthat verziehen. ^

Friedrich III.

Es erfolgten endlich für Achen, leider nicht ungetrübte,Krönungsfeierlichkeiten. Am Freitage nach S. Veitstage,am 15. Juni 1442, so erzählt Windeck, ritt König Friedrich III.,empfangen vom Herzog von Jülich und Berg, dem vonGeldern, dem Bischof von Lüttich, dem Junker (Prinzen)von Cleve, mit wohl 17 Tausend Reiter in -Achen, ein.„Dem König zu Lobe und zu Ehren" war in der Nachtauf dem Rathhaus ein grosser und schöner Tanz, den vieleschöne Frauen, besonders französische, verherrlichten. DenSamstag darnach um 5 IJlir Nachmittags ritten Herren undKnechte und Knaben in die Tränke. Des PfalzgrafenHerzog Ludwigs von Heidelberg Knaben geriethen mit desKönigs Knaben in Streit (wurden stossig) und schlugenauf einander los. Ein Knabe ertrank und es lerliob sichein grosser Streit, da die Diener des Königs ihn rächenwollten. In der darüber entstandenen grossen Verwirrungineinten Einige, der König habe die Stadt verrathen, An-dere, der König sei in Achen nicht sicher, Einige, derKönig wolle über den Herzog Ludwig, Andere, dieserüber den König herfallen. Die Bürger waffneten und zogenaufs Rathhaus. Da kam der Herzog von Jülich und Bergwohl mit 1400 Mann zu ihnen, um ihnen zu helfen, denndie Stadt stand zu derZeit in seiner Huth. Er und etlicheBürger ritten durch die Stadt und riefen aus, es sei Friedeund die Sache sei beigelegt. Am folgenden Tage, Sonntagden 17. Juni, ritten die Kurfürsten 11111 5 Uhr zum Dom.Der König schwur, den geistlichen Fürsten auf das Evan-gelium, den weltlichen auf das Schwert, „das Kaiser Karinvom Himmel kam." Erzbischof Diedrich von Köln salbteund krönte den König. Der Erzbischof von Arles, LudwigAlamand, welcher auf dem Baseler Concil ganz besondersdie Wahl Felix V. (Amadeus von Savoyen) gegen PapstEngen IV. befürwortet und der Wahl Friedrichs III. inFrankfurt beigewohnt hatte, beanspruchte vergebens alspäpstlicher Legat und Kardinal, auch als Reichsfürst, daArles in Burgund wenigstens nominell dem deutschen Reiche