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Achen und Köln.
Niederlegung des Gerichtes zu Achen und die Abwesenheitdes Richters so lange verschwiegen hätten, zumal in einerso grossen königlichen Reichsstadt, ivorin so viel Volk wohneund wohin täglich so Viele hinwalleten. (Loerseh, Reclitsdenk.81.)
Am 14. September 1418 thut König Sigmund den Bür-germeistern, dem Rathe und den Bürgern des königlichenStuhls zu Achen kund, dass er auf Klage der Lyse vonKaldenbach, Witwe des ehemaligen Achener Bürgers ClausMulen, gegen die Stadt Löwen bei seinem und des ReichsHofgericht geklagt und erlangt habe, dass die Stadt Löwen,Bürgermeister, Rath und Bürger über 14 Jahr in die Reichs-acht erklärt werden. Daher werden die Achener aufge-fordert, vorgenannte Löwener, welche seine und des Reichesoffenbare Aechter seien, weder zu hausen noch zu hofen,zu atzen noch zu tränken, noch irgend Gemeinschaft mitihnen zu haben. Wer dem nicht nachkommt, soll mit ihnengeächtet sein (Stadtarchiv).
Von der Stadt Köln erhielt Achen zweimal um dieseZeit freundschaftliche briefliche Aufforderung und zwar am1. Oktober 1418 und am 15. Februar 1419. Während näm-lich in Achen die Zünfte nach grösserer Betheiligung amRegiment strebten'), bemühte sich der Kölner ErzbischofDietrich gegen die Privilegien und Errungenschaften derStadt Köln über diese eine unumschränkte Herrschaft zugewinnen. Als die ihrer Bedeutung sich bewusste Stadtdiesen Versuch mit Entschiedenheit abwies, kam es zwi-schen ihr und dem Erzbischofe zum Kriege, in welchemder Erzbischof Werner von Trier auf Seiten Dietrichs stand.Als den mit Köln handelnden Kaufleuten von dem Kur-fürsten eröffnet wurde, es sei nicht gestattet, den Verkehrmit den Kölnern fortzusetzen oder kölnische Waaren mitden ihrigen vermischt zu Wasser oder zu Land zu beför-dern, erliess Köln an eine grosse Anzahl von Städten im
*) Am Freitage vor St. Joliann des Jahres 1401 hatte die Ge-meinde ein aufrührerisches Schreiben an das Komphaus angeschlagenund sich im Aufruhr gegen die Obrigkeit erhoben. Diese zog dieUrheber, den einen nach dem andern, heimlich ein und liess sie aufdem Markt mit dem Schwert hinrichten. Chronik, herausgegebenvon II. Loerseh zum Jahre 1401.