Mangelhafte Rechtspflege in Achen.
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1417 am 23. März mit seiner Gattin Meclitilde Havermannsauf der Kölnstrasse ein Spital für dreizehn Arme. DieStifter wohnten in der Bendelstrasse, platea prati. Kunolieirathete nach dem Tode der Mcchtild zum zweiten Mal,zog Renten ein und schenkte den Rest dem Regulirherrn-kloster (cf. H. Loersch, Ann. d. h. Y. XXI u. XXII. S. 234 ff'.)
Uni diese Zeit war es um die Rechtspflege nicht gutbestellt. König Sigmund macht es am 8. August von Con-stanz aus den Achnern zur Pflicht, so oft ein vom Herzogevon Jülich ernannter Richter die Stadt verlasse, ohne einemAndern seine richterliche Gewalt zu Ubertragen, aus ihrerMitte einen Richter zu wählen, der so lange die Gerechtig-keit handhaben solle, bis der abwesende Richter sich wie-der einiindet. Dem Könige war zu Ohren gekommen, dassdas Gericht in Achen seit einiger Zeit nicht gehalten wor-den, wodurch ein merklicher Schaden erwachsen sei, der mitjedem Tage grösser werde. Wiewohl nun das Gericht durchseine Vorgänger am Reich an die Vorfahren des HerzogsReinold von Jülich und Geldern und Grafen von Zütphenversetzt worden und von diesen an Andere gekommen sei,so wäre doch die Meinung seiner Vorgänger am Reichegewesen, dass man des Gerichtes stets warte. Die Ge-setze, sagt der König, gebieten, die Gerechtigkeit erfordert,die Vernunft mahnt, dass man an allen Enden Gerichtehabe, das Recht fördere, Missethaten strafe und einenJeglichen bei billigen und rechtlichen Dingen handhabeund beschirme. Daruni befremde es ihn, dass sie ihm die
am Mittwoch vor St. Jakobstag geschrieben. Nach demselben hatder König das Concil verlassen und will nicht zurückkehren, es seidenn, dass Peter de Luna, Benedikt XIII., entsetzt und ein Papstgewählt sei. Die Schreiber, welche nach Achen zu kommen sichsehnen, baben erfahren, dass der Bischof mit dem Könige verhandelthat, dass dieser sie gegen eine Summe Geldes ziehen lassen will.Petrus de Luna hat einige Kardinäle mit grossen Summen gewonnen,und die von Katalonien und Spanien helfen den Kardinälen. Dererste Brief wurde am 8. Juni 1415 (Hus starb 6. Juli 1415), derzweite vor dem 26. Juli 1417 geschrieben, denn an diesem Tagewurde Petrus de Luna entsetzt. Ueber die von dem Eichhorn vergl.Loersch Ann. Nr. 21, 22, S. 234 ff.
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