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14 Krönung Sigmunds.
Am 8. November wurde er mit seiner Gemahlin Barbaradurch den erwählten Erzbisehof Dietrich (Theoderich) vonKöln, der bei dieser Gelegenheit seine erste heilige Messelas, gesalbt und gekrönt. Der Abt von Cornclimünstervertrat bei der Krönung den Erzbischof von Mainz. DenGekrönten wurden die Heiligthtimer gezeigt. Es wird nichtangegeben, dass Siegmund bei der feierlichen Messe alsDiakon fungirte'). Der Feier wohnten ausser dem ausachthundert Personen bestehenden Hofstaate mehrere Für-sten, Bischöfe, 220 Grafen und 600 Ritter bei. Eine amKrönungstage dem Pfalzgrafen bei Rhein vom König aus-gestellte Urkunde enthält nachfolgende Zeugen: Wernervon Trier, des heiligen Römischen Reiches durch Gallienund Arelat Erzkanzler, Theoderich von Köln, durch ItalienErzkanzler, Herzog Rudolf von Sachsen und Lüneburg, desheiligen Römischen Reiches Erzmarschall, Reinard zu Jülichund Geldern und Burggraf Friedrich von Nürnberg, dieBischöfe Georg von Passau, Johann von Wurzburg,< Raban(Urban) von Speier, die Grafen Adolf von Cleve, Emmerichvon Leiningen, Friedrich von Veldenz, Johann von Katzen-elnbogen, Johann von Wertheim und Johann von Reineck.
König Sigmund war mit den willigen und unverdros-senen Diensten, welche ihm die Bürgermeister, Schöffenund Bürger seines königlichen Stuhls so oft geleistet undnamentlich bei seiner königlichen Krönung bewiesen hatten,so zufrieden, dass er sie von der Zahlung der Taxe an diekönigliche Kanzlei für die am Krönungstage erfolgte Er-neuerung ihrer Privilegien beireite. (Deutsch. Urk. vom8. Nov. im Stadtarchiv.) Ein nicht unerhebliches Ge-schenk, wenn wir uns erinnern, was die Stadt bei der
') Wollt tliat er dies um Weihnachten desselben Jahres in Con-stanz. Iiier hielt er spät in der Christnacht unter Fackelschein undbei schneidender Kälte seinen Einzug und begab sich nach kurzer Rastnach Mitternacht in die festlich erleuchtete Kathedrale, wo ihn derPapst empfing und mit grosser Pracht das nächtliche Hochamt feierte.Nach alter Sitte las der König dabei als Diakon das Evangelium desFestes — Es ging ein Gebot aus vom Kaiser „exiit edictum a Cae-sare — bekleidet mit der Dalmatik und die Krone auf dem Haupte.Ilefele, Conciliengescli. VII. 1800. S. 75.
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