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2 (1874) Vom Jahre 1400 - 1865 : mit Ill., 8 Beil. u. Reg.
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Krönung Sigmunds.

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des Rathes eine h. Messe im Rathssaale gelesen. Diesgeschah nach einem Fragmente einer Stadtrechnung vomJahre 1353 noch vor Vollendung des neuen Rathhauses,also noch in der alten curia ') In der Rechnung vomJahre 137G ist wieder Rede von der Messe auf dem Rath-hause (de missa celebranda super domum consilii). ImJahre 1402 erlaubte Papst Bonifacius IX. durch ein eigenesBreve, alle Gross- und Kleinrathsversammlungen, deren amEnde des 14. Jahrhunderts gewöhnlich vier im Monatewaren, mit einer h. Messe zu beginnen. Am 1. Mai, demFeste der Patrone der Kapelle (Philipp und Jakob) hieltendie Minderbrüder in derselben ein feierliches Amt, demdie gesammte Bürgerschaft auf dem Saale beiwohnen durfte.(Näheres über diese 1864 restaurirte Kapelle findet sich inLaurents Stadtrechn. S. 44 ff.)

Als König Sigmund zögernd den Rhein hinunter zog,missmuthig darüber, dass so wenige Fürsten Neigung zeig-ten, ihn auf dem Krönungszuge zu begleiten mehrerewaren vom Burggrafen Friedrich VI., von Nürnberg zumMitzuge veranlasst worden hatte er am 29. Oktober zuCoblenz eine Zusammenkunft mit dem Herzoge Adolf vonBerg, der seinen Bruder Wilhelm gegen den rechtmässiggewählten Dietrich von Moers der Erzdiöcese Köln alsErzbischof aufdrängen wollte. Am 1. November vernahmer in Bonn, dass der Herzog Anton von Brabant und Lim-burg 2 ), zu dem sich Adolf von Berg geraden Weges vonCoblenz begeben hatte, ihm den Weg verlegen wolle. Da-rauf hin verlangte der König Hülfe von Reinald, Herzogvon Jülich und Geldern. Dieser erschien mit viertausendPferden und die Stadt Achen mit ihrer ganzen Macht, auchdie Erzbischöfe von Köln und Trier geleiteten den Königmit starken Schaaren nach Achen 3 ). Der König soll über-haupt von zehntausend Reisigen begleitet gewesen sein.

') Glos Stergin wird nach Lüttich geschickt, um die Erlaubnisszu erhalten, dass bei der Rathsversammlung eine Messe gelesen werde.

2 ) Derselbe fiel im folgenden Jahre am 25. Oktober gegen Hein-rich V. von England in der Schlacht von Azincourt, 31 Jahre alt.

3 ) Eberhard Windeck, der Geschichtschreiber Sigmunds, welchervierzig Jahre an dessen Ilof lebte, c. 31, Menken p. 1093.