Herzog Heinrich Reinards Verordnung in Betrefi' der Arbeiter. 5
zu Heinsberg und Lewenberg von der Stadt Achen 400 rhei-nische Gulden leihweise empfangen, welche Summe erdurch Einlass von 100 Gulden jährlich in vier Jahren ab-zulegen versprochen; derselbe leiht am 25. Juli 1404 wieder200 rheinische Gulden von der Stadt, verpfändet dafürwieder seine Leibrente von 100 Gulden, durch deren Ein-lass die Summe getilgt werden soll, und stellt als Bürgenden Schöffen Reinard van Moircke, Reinard van Smyttenund Johann Blick, drei Bürger Achens.
Adolf, Graf von Cleve und von der Mark, hatte am31. Mai T396 sich wegen des von den Achnern vermeintlichan seinem Diener von Eschweiler verübten Todtschlagesgesühnt erklärt. Worin diese Sühne bestanden, erfahrenwir durch Urkunde desselben Grafen vom 20. Dezember1405, in welcher er erklärt, der Stadt 500 rheinische Gulden,die er sich wegen des Johann Eschweiler hatte von derStadt geben lassen, zurückgezahlt zu haben; er fügt hinzu,er wolle noch ein Jahr mit ihr in Frieden leben. (Vor-stehende vier deutsche Urkunden im Stadtarchiv.)
Nach dem Tode Philipps des Kühnen, des ersten Her-zogs von Burgund aus dem Hause Valois, wurde dessenzweiter Sohn Anton vom Jahre 1405—1415 Herzog vonLimburg, welcher im Jahre 1406 das Bündniss von 1360mit Achen erneuerte. Auf die Klage des Achene'r MagistratsUber wiederholte Grenzverletzung, namentlich an der Gal-meigrube oder dem sogenannten Kelmesberge, den derselbeals Eigenthum beanspruchte, wurde eine Kommission zurFestsetzung der Grenzen ernannt, welche den Streit ebenso-wenig erledigte , als später der Spruch König Sigmundsvorn Jahre 1423 von Ofen aus, welcher der Stadt die Gal-meigrube zuerkannte. Diese blieb Domäne der Herzogevon Burgund.
Herzog Heinrich Reinard von Jülich erliess am 3. Febr.1406 nachfolgende Urkunde, welche zeigt, dass zwischenseinem Vogtmeier zu Achen und den Werkmeistern undGeschworenen des Wollenamtes Misshelligkeiten bestandenhatten ').
] ) Nopp, III. N. 36, 139, Moser, 93 ff.