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Besseren besonnen. An Warham selbst hatte sich Erasmus noch garnicht darüber ausgesprochen, obwohl er zweimal in dieser Zeit an ihnschrieb. Seine beiden Briefe beantwortete Warham mit App. 205 ausseiner erzbischöflichen Residenz Lambelh-House in London und sandteihm zur Erholung von seiner Krankheit 20 Goldgulden in seiner ge-wohnten jovialen Gutherzigkeit. Vielleicht schlug darum More's Ein-wand bei Erasmus durch. Übrigens ist der Brief Warham's nicht, wiein der Leydener Ausgabe angegeben, am 11., sondern am 15. Novembergeschrieben 1 ).
Alle diese brieflichen Verhandlungen gingen nur nebenher nebenden grossen wissenschaftlichen Arbeiten, die Erasmus im Winter 1517/18in Löwen beschäftigten. Das Scharmützel mit Lefevre, das ihm zuerstin Löwen die Feder in die Hand gedrückt hatte, war schon fast ver-gessen, als er die lateinische Bearbeitung des Briefes an die Römer,der „Paraphrasis in epistolam ad Romanos", begann, dem dann nachund nach die Paraphrasen zu den andern Schriften des Neuen Testa-mentes folgten. Mitte October begann Martens in Löwen den Druck;Mitte October teilte er den Beginn Aegidius mit (ep. 368); am 2.November (ep. 275) schrieb er darüber auch nach Spanien an denKaplan Sauvage's, Peter Barbier. Am 15. November war der Druckdem Ende nah (ep. 344); kurz vorher, am 13. November, widmete eres dem Kardinal Grimani (Opp. omn. VII, 771 ff.). Noch im No-vember wurde der Druck vollendet 2 ), so dass er es in den letzten Tagendes Monats seinen Freunden zustellen konnte, zunächst seinen engstenFreunden Aegidius (ep. 288) und More (App. 212, 30. November).Merkwürdigerweise sandte er es nicht Grimani zu, dem es doch ge-widmet war; erst als im Januar 1518 bei Froben die 2. Auflage er-schien 3 ), erhielt hiervon der Kardinal ein Exemplar (ep. 315, 26. April1518). Den andern Bekannten schickte er das neue Werk etwasspäter; darum ist es auch unmöglich, dass App. 206 an Marcus Laurinin Brügge, worin es heisst: „mitto tibi Paulum nova lingua loquentem",und ebenso der gleichzeitige Brief an Pace, App. 207, der auf jeneUebersendung verweist, am 15. November, wie die Leydener Ausgabeangiebt, geschrieben sind. Denn am 19. November schreibt Erasmusan denselben Laurin (App. 208) und am 21. November an Clava(App. 209), dass der Druck noch nicht vollendet sei. Zwar sind beide
») Kan, S. 6, Nr. 195.
3 ) Vau Jseghem, Thierry Martens. S. 277, Nr. 120.
3 ) Pauzer VI, 203, Nr. 210.