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Beiträge zur Geschichte der Trierer Buchmalerei im früheren Mittelalter
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an Erasmus, nämlich die in ep. 291 erbetenen von Giustiniani, d. i.App. 249, vom Ende April, da er kurz nach des Erasmus Abreise ausLondon (te discedente") geschrieben ist und Erasmus ihn auch schonim Mai erhalten, nur wieder verloren hatte; dann App. 130 von Sagudinoan Musurus, beides Abschriften, begleitet von einem gleichzeitigenSchreiben des Sagudino (App. 143, 22. Juni) und des Giustiniani (App.145, 29. Juni) an Erasmus.

Der Brief von Colet, den More erwähnt, ist wahrscheinlich App.246, der also dann etwa Mitte Juli fällt; denn er ist der erste nachder Abreise des Erasmus. Colet beklagt sich, dass der Gelehrte nichtan ihn schreibe uud dass er die Cabbalistik Reuchlin's wohl an denBischof Fisher, nicht aber auch an ihn geschickt habe; er habe darumdas jenem zugedachte Exemplar, das durch seine Hände gegangen sei,zurückgehalten und gelesen, ehe er es Fisher zugeschickt. Eeuchlinhatte nämlich am 27. März an Erasmus seineArs Cabbalistica" ! )geschickt (App. 123), mit der Bitte, sie seinem unbekannten FreundeFisher mitzuteilen. Erasmus erhielt die Sendung erst nach seiner Rück-kehr aus England, also im Mai, und schickte sie wohl durch More anFisher, wahrscheinlich mit App. 241, obwohl weder ep. 291 noch App241 etwas davon meldet; allein Fisher erklärte (App. 428, o. D.),dass er durch More zwar den Brief, nicht aber die darin erwähnteCabbalistik erhalten habe. App. 428 wird daher ebenfalls um den 16.Juli geschrieben sein; denn bald darauf muss der Bischof das Bucherhalten haben, da es Colet, nach App. 246, ihm schon zugesandthatte. Später entschuldigte Erasmus sich und Colet bei Fisher (App.178, 8. September); er hatte erst durch Colet die Ursache der Ver-zögerung erfahren.

Allein so schnell und vollständig, wie Erasmus gehofft, sollte erin Löwen nicht zur Euhe kommen. Die Theologen hatten ihn zwarziemlich freundlich" empfangen, schrieb er an More (App. 241), dochstiess er noch auf vielen Widerwillen, und die nicht eben reichlich be-messenen Einnahmen konnten ihn mit den finstern Blicken seiner Um-gebung nicht versöhnen.Hie multum est oblatrationis, praemii nihil",sagt er in demselben Briefe. Dass er in Briselot seinen alten Wider-sacher beim Hofe entdeckte (App. 241 an More und App. 164, vom23. Aug., an Beatus Bhenanus), konnte ihm zwar eine nachträglicheGenugthuung, aber kein Trost sein; der gefährlichen Intriguen seiner

*) Gedrucktem März 1517; v. Geiger, Reuchlin. S. 185, Anm. 5.