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Beiträge zur Geschichte der Trierer Buchmalerei im früheren Mittelalter
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hat doch Botzheim gegenüber den Eindruck zu erwecken gesucht, alsob die Bewerbungen nicht von ihm, sondern von dem Hofe ausgegangenseien und als ob er mit der Widmung der Schrift an den König nureine Pflicht der Höflichkeit erfüllt habe. Gerade das Umgekehrte istder Fall. Wenn nicht schon die Äusserung an Grimani deutlich genugdie Priorität dem Erasmus zuspräche, so dürfen wir uns nur der leisetastenden Worte erinnern, die er schon im März 1514, als er in Eng-land nichts mehr zu hoffen hatte, zu dem Abt Anton von Berghessprach (ep. 144):Ich möchte mich wohl in mein Vaterland begeben,wenn nur der Fürst das Glück gewährte, das meine Müsse zu nährenvermag." "Vielleicht war es eben der Abt, der die AufmerksamkeitSauvages auf den Gelehrten lenkte und damit die ersten Schritte that,die zu seiner Aufnahme in den Hofstaat des jungen Königs führten.

In der Umgebung des Hofes und im Verkehr mit den englischenDiplomaten, deren Berichten wir unsere Kenntnis der politischen Vor-gänge im Winter 151617 verdanken, gewann Erasmus einen Einblickin die Verkettungen der internationalen Politik; aber vergebens suchenwir in seinen Briefen nach Äusserungen einer Anteilnahme an denMachtkämpfen der englischen und französischen Diplomatie. Aussereinem gelegentlichen Witzwort über densonst waffenlosen" Kaiser Maxund einer Klage über den Druck seiner Mannschaften auf den heimischenWohlstand, die doch mehr der mitfühlenden Empfindung als dem prü-fenden Verstände entstammt, zeigen sich nur hie und da Andeutungenpersönlicher Beziehungen zu den Trägern dieser Politik. Durch dienationale Beschränktheit eines in unerfreulichen Einzelheiten befangenenInteressenkampfes drang der Blick des humanistischen Weltbürgers zuden geistigen Höhen menschlischer Kultur, der seine Lebensarbeit galt.Von diesem über die Wirren des Tages erhabenen Standpunkt den Wertund Unwert der Erscheinungen messend, sah er schon in den fried-lichen Neigungen der Fürsten eine Bürgschaft für das Gedeihen derWissenschaften; es ist derselbe Optimismus der Zeit, aus dem HüttenseinEs ist eine Lust zu leben!" jubelte.Ein goldenes Zeitalter istnahe", schrieb Erasmus am 26. Februar 1517 an Fabricius Capito(ep. 207),so verändert, wie vom Himmel herab, sehen wir die Herzender Fürsten." In allen Ländern zugleich, in Frankreich, den Nieder-landen, in Spanien, England, Italien und Deutschland, wetteifern dieRegenten in der Pflege der Studien; schon seien die Medizin, Jurispru-denz und die Mathematik erblüht, und nur die Theologie noch schmachtein den Fesseln einer engherzigen Kaste. Sie zu befreien, habe schon