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Beiträge zur Geschichte der Trierer Buchmalerei im früheren Mittelalter
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auftrat. Der Ausdruck in seinem Briefe (App. 427, 23. Oktbr., o. J.):te intellexi in Germania inter typographos versari", weist auf einenAufenthalt in Basel (1514 oder 1515), während die Stellepublicautilitas ... et litterarum . . . amor te Britannos deserere suasit" nurauf die erste Basler Reise bezogen werden kann. Aber daraus, dasshier Faber nur gerüchtweise mit seiner Abreise aus England und seinengelehrten Plänen sich bekannt zeigt, sehen wir, dass Erasmus intimerepersönliche Beziehungen zu Paris noch nicht besass.

Um so lebhafter sammelten sich um ihn die deutschen Humanisten,wie schon äusserlich aus dem Umfang der Korrespondenz hervorgeht,die bei weitem mehr Briefe an, als von Erasmus enthält. Am 4. Oktbr.(App. 12) erteilt in einem streng sachlichen Schreiben der Karthäuser-prior Gregor Reisch, der vielgerühmte Verfasser derMargarita philo-sophica"'), seine Ratschläge für die bevorstehende Ausgabe des Hiero-nymus. Am 9. Dezember bittet der feinsinnige Nürnberger RatsherrWilibald Pirckheimer Beatus Rhenanus um seine Vermittelung einerBekanntschaft mit Erasmus (App. 15); Rhenan willfahrt der Bitte, undso ist es Erasmus, der am 24. Januar 1515 (App. 48) seinerseitseine seltene Ehre den Briefwechsel mit Pirckheimer eröffnet 2 ). App. 48kann deshalb nicht in das Jahr 1516 gehören, weil ihm dann App. 39vom 13. Dezbr. 1515, das den Empfang schon mehrerer Briefe vonErasmus konstatiert, vorausgehen müsste; dass dieser nun aber nicht1516 liegt, geht daraus hervor, dass er nach Basel gerichtet ist, währendErasmus im Winter 1516/17 in Brüssel war.

Auch andere benutzten jede Gelegenheit, dem Gelehrten ihre Hul-digung darzubringen. Zvvingli besuchte ihn beim Herannahen des Früh-lings, vielleicht eingeführt von Heinrich Glareanus (Loriti aus Glarus),dem Basler Mathematiker, der sich bald darauf nach Italien begab(App. 21) und später Fausto Andreiini in Paris ersetzte 3 ); noch nachder Abreise des Erasmus aus Basel, am 29. April, schrieb ihm Zwingli

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*) Über Reisch vgl. Hartfelder in der Zeitschr. für Geschichte desOberrheins. 1890. N. F. V (Bd. 44), S. 170-200.

J ) Über Pirckheimer: Rud. Hagen, in den Mitteil, des Vereins fürGesch. der Stadt Nürnberg. 1882. S. 61 ff.; neuerdings Roth, Wil. Pirck-heimer, in den Schriften des Vereins für Reform.-Gesch. 1887, und Drews,W. Pirckheimer's Stellung zur Reformation. 1888.

3 ) H. Schreiber, H. Loriti Glareanus. Freiburg 1837. 0. F. Fritzsche,Glarean. Frauenfekl 1860. Vgl. Vischer, Geschichte der Univ. Basel (1460bis 1529). Basel 1860. S. 197.

Westd. Zeitschrift. ErgänzungsheCt IX. 11

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