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flachen Friesgebälk. Die Säulen und ihre Basen sind okerfarbig mitrotbrauner und weisser Einzeichnung (Nachahmung eines Marmormustersdurch Wellenlinien wie im Adacodex). Das untere Kapitell istgrün, das obere braun. Der Akanthusfries, ganz im Stile der Schule,ist grün mit schwarzer Rippeneinzeichnung und Höhung durch Weissund dunkelblauen Lokalton. — Dieses Bild ist später als die übrigenTeile der Hs.; es gehört in den Anfang des 10. Jahrhunderts.
fol. 23b. Christus in Rundmedaillon (Brustbild); links und rechtsvon ihm je zwei Medaillons, links Engel und Löwe, rechts Adlerund Stier.
fol. 80 wie 23b, „nur steht hier das Symbol des Markus linksoben. Die Symbole wandeln auch weiter hin im Kreise, sodass beimLukasevangelium das von Job. links oben steht" (Keuffer a. a. 0.).Ferner finden sich noch eine Menge künstlerisch ausgestatteter Initialen,z. T. Ligaluren.
Konnten wir bei den beiden letzten Codices (Ms. 839 u. Ms. 23)ein starkes Nachwirken der Adabs. und irische Reminisccnsen konsta-tieren, so finden wir bei den folgenden Handschriften ein anderes Bildvor. Die Änderung hängt zusammen mit dem Besteigen des erzbischöf-lichen Stuhles durch Egbert. Es ist hier nicht der Ort, die bisher vielzu niedrig angeschlagene Bedeutung dieses prachtliebenden Kirchenfürstenzu schildern, aber so viel kann hier kurz konstatiert werden, dass erden übrigen geistlichen Mäzenaten wie Bernward v. Hildesheim, Mein-werk von Paderborn, Anno von Köln ruhig an die Seite treten kann;manche übertrifft er vielleicht noch.
Egbert brachte den nach ihm benannten Egbertcodex nach Trier(vgl. die vorzügliche Publikation von F. X. Kraus) und von da an ist einstarker Reichenauer Einfluss in der Trierer Buchmalerei nachzuweisen.Zwei Handschriften sind hier in erster Linie zu nennen, der Codex Ger-trudianus') zu Cividale in Friaul, den ich bisher für Trier lokalisierte (vgl.Anm. 1) und das Fragment des Registrum Gregorii der Stadtbibliothekzu Trier. Eine Beschreibung der Hs. zu Cividale gab Eitelsberger (Ges.kunsthistor. Schriften III und Jahrbuch d. k. k. Ceutralkommission
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J ) Soeben, beim Lesen der Correktur, gehen mir photogr. Aufnahmenvon 7 Bildern des Codex Gertrudianus zu, die Herr cand. last, artis A. Ilaseloft'so liebenswürdig war, in Cividale für mich zu machen. Nach deren Unter-suchung glaube ich Kraus Recht geben zu müssen, der für Reichenauer Ur-sprung plaidicrt. Ein endgültiges Urteil behalte ich mir bis nach der Einsichtdes Originals vor.
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