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desselben befindet sich das Symbol des Lucas mit einem Buche. Den unterenTeil dieser rechten Seite nimmt die Inschrift ein: „Incipit evangelium seeun-dum Lucam." Der umschlicssende Rahmen ist ähnlich den übrigen gebildet.Unterhalb des Rahmens findet sich nochmals die Inschrift: „thomas scribsit".
Vergleicht man den Tetramorph mit den Evangelisten, so erscheintes zweifellos, dass alle diese vier Darstellungen auf dieselbe Hand zu-rückgehen. Ferner konstatierten wir ein enges Zusammenarbeiten beiderHände; auch eine gegenseitige Beeinflussung ist vorhanden. Beide Händeweisen im blauen Hintergrunde die kombinierten Punktrosetten auf.Die altchristlich beeinflusste Hand weist auf turonische Elemente hin(die Vögel auf einer Ranke zu beiden Seiten der Medaillons, perspek-tivischer Mäander mit Punkten besetzt). Janitschek glaubt ebenfalls,dass die Handschrift in Trier entstanden ist; ein solcher altchristlich-römischer Einfluss ist ihm auf dem „Boden Triers" nichts wunderbares.
Bereits oben wurde auf die Nähe Echternachs hingewiesen, wo-durch der irische Einfluss vollkommen erklärt ist. Die fürstlich Waller-stein'sche Bibliothek zu Maihingen bei Nördlingen besitzt ein irischesEvangeliar von einem Schreiber Laurentius zu Echternach geschrieben 1 ).
In Trier selbst scheint in St. Maximin irischer Einfluss stark vorhandengewesen zu sein. Görtz (a. a. 0.) zählt drei deutsch-irische Miniaturhand-schriften auf, die aus St. Maximin stammen; da ich dieselben nicht aus eigenerAnschauung kenne, setze ich ihre Beschreibung nach Görtz hier ein.
„1. No. 548 der öffentlichen Bibliothek zu Gent, verschiedeneAbbandlungen Bedas enthaltend. Ausser den Initialen in irischem Stileenthält diese Handschrift zwei Zeichnungen: a) innerhalb eines Kreisesein griechisches Kreuz, das wiederum an der Durchschneidungsstelle undden Enden der vier Arme kleine Kreise zeigt, innerhalb deren zu lesenist, oben RRR, rechts AAA, unten FFF, links VW, im mittlerenKreise aber L.S.P., b) eine Säulenstellung mit der Unterschrift: Siquis abstulerit anathema sit. Amen.
2. Ein jetzt in der Bibliothek der Jesuiten zu Brüssel befindlicherPsalter. Die häufig ein ganzes Blatt in Folio füllenden Initialen mitihren Schlangen-, Vogel- und Drachenköpfen sind in rein irischem Stilsehr sorgfältig mit der Feder gezeichnet und mit Aquarellfarben leichtbemalt. Der den Psalmen voranstehende Kalender mit gleichzeitigenBeischriften geschichtlichen Inhalts ist von Hontheim (Prodomus HistoriaeTrevirensis Bd. I. S. 357 u. 373) herausgegeben worden.
a ) Vgl. die Litteratur bei Voege S. 385 f. Eine getreue farbige Kopieder Miniaturen dieser Hs. besitzt das Kupferstichkabinet des German. Museumsin seinem „Bilderrepertorium".
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