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Jaspar von Gennep und die Entwicklung der neuhochdeutschen Schriftsprache in Köln
Entstehung
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(1536 bei Gennep) A2b ot äussern büchlin, dp buchlin, diss buchlins ;die Sprache dieser Drucke ist sonst durchaus kölnisch.

Nach 1540 hat -lin die Oberhand: 1544 Gropper, ,Gegenberich-tung' bäumlih, 1545 Gropper, ,WArhafftige Antwort' G3a hindiin,büchlin (ö.), N3a wortlin, ivortlyn (ö.); 1556 Gropper, ,Vonn . . .Gegenwertigkeit . .' wortlin, wortlein, hindlyn E2a, G3a u. ö.; 1558.Redt vnd Antwort' A6a schiffleyh, ebenso A7aff.; jedoch A7b mitschifflyn wechselnd.

Bald nachher, hat die Form -lein auch den Sieg über -lin davon-getragen.

1558 ,Betbiichlein'; 1567 ,Artznei Büchlein'; 1571 ,Drey Büchleindes h. Augustini'; 1571 ,Verepaei . . Schatzbüchlin'; 1572 ,ChristlichesBetbüchlein . . .' So hat auch z. B. Spee im ,Güldenen Tugend-Buch',Collen 1649 S. 27 Mcldein, S. 457 hundlein . . . ,Trutznachtigall',1660 S. 2 vogelein, 3 versslein, 7 flämlein ... sie besteht in derkölnischen Schriftsprache bis zum Ende des 17. Jhdts.

3. Die Negation.

Auch die Negation 1 ) erscheint in Köln naturgemäss in dialek-tischem Gewände, und zwar steht niet (niemant etc.) anfangs nicht allein,sondern durch die Negationspartikel en- ne- verstärkt. Selbst in der.Sent Ursula' bei A. Keyser steht A2a, sy en honten yr niet erfreuwen;B2b es en mocht niet gedyen; B4a niet en sprechen ich weder Borne;doch fehlt auch en: B2b doestu des niet so saltu steruen. DieserZustand dauert bis c. 1537; doch schwindet die doppelte Negationmehr und mehr; 1534 zeigt z. B. das ,Boechelche vür die Kinder'(Gymnich) nur die Negation in der Form niet: B4b dat sy vns nietmchc beschedigen mögen; aber noch 1536 haben wir im ,Spiegel derEuangelischer volkomenheit' (bei Gennep) C 5 a vnd dat men yn nummermegenoich vcrsmaen en mach; C5b vnd en sali niet wissen; dat wir nietvan lieffden en smelttzen; jedoch überwiegt das einfache niet bei weitem:C4a vnd niet vil vp yn geacht . . 1540 hat nur noch nit aufzuweisen.Homulus 1686 A: wyr willen nit furchten . . . (Norrenberg S. 25).In der Folgezeit herrscht durchaus nit; 1549 in Groppers Schrift ,Wiebei haltung vnd reichung der . . Sacramenten' taucht zum ersten Malenicht auf (B2a, B3b, D2a) neben nit B4a, Clb, was auffällig ist,da gerade dieser Druck sonst recht grobe kölnische Formen zwischen

: ) Das Negationssubstantiv (,mhiT) heisst immer nicht.

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