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Jaspar von Gennep und die Entwicklung der neuhochdeutschen Schriftsprache in Köln
Entstehung
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glaubens/ von den Gelehrten der heiliger schrifft der Vniuersitiet zuLöuen zu samen gestelt / vnd durch die Keyserliche Maiestat mitt rechtconfirmiert ... Zu Collen truckts Jaspar Gennepeus. Anno . . MDXLV.'(Exx. Berlin an Dg 4131 und 4130). Zu der ,Warhafftigen Antwort'ist sprachlich folgendes zu bemerken:

1. mhd. I ist ei mit Ausnahme von B2a wylant, A3a syether;M4a sie(her neben M2a weilandt. — Mhd. iu = eu; ü = au istdurchgedrungen; doch hat sich vff vss noch vereinzelt erhalten: vss-schusstage B2a.

2. Nachlagende Vokale sind nicht mehr vorhanden.

3. Dem Dialekt gehören an: A4b weynig, Cla bedmftig, Llaversiehen.

Der Konsonantismus ist normal Schriftdeutsch.

Bei der Flexion der st. Fem. können wir dagegen einen kleinenRückschritt bemerken, indem neben der gnitd und der sände (oft) einigeMale der gnaden, der seien, der messen steht. Zu bemerken ist ferner,dass das schw. Fem. Tcirche, welches früher die obliquen Kasus derlärchen gebildet hatte, hier ebenso wie die st. Fem. zwischen der hircheund der kirch schwankt. Die Flexion der Adjektiva nach bestimmtemArtikel ist bei 1544 besprochen.

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11. Die Drucke der Jalire 1547—1564.

Die Drucke der Folgezeit nun, von denen die beiden ,Homuli' von1548 und 1554 schon besprochen sind, zeigen uns zwei Riebtungen.Während der eine Teil sich an die Kanzlei genau anschliesst, behältder andere, zu ihm gehören auch die ,Homuli', länger Dialektformenbei; mit dem Jahre 1554 jedoch ist die Entwicklung abgeschlossen;die kölnischen Formen sind durch das gemeine Deutsch verdrängt.

Betrachten wir nun die Drucke chronologisch.

1547 hatte Gennep die ,Capita institutionis ad pietatem' des Dr.Gropper ins Deutsche übertragen 1 ). Die Sprache ist folgendermassenbeschaffen:

Vokale: 1. mhd. I ist durchaus ei, selten erscheint fyande E3aneben feindlich E4a.

2. mhd. iu ist eu: euch Q6b . ., doch werchlüde 05b, eüge,testium' Q4a.

J ) Der genaue Titel steht S. 11.

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