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2 (1893) Die Erzdiöcese Köln nach der Kirchentrennung
Entstehung
Seite
636
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(336 Die kirchliche Vergangenheit Kölns in der Gegenwart.

23. Auf dem Kreuzberge, auch Kalvarienberg genannt,abgebrochen; das dermalige Pfarrhaus von S. Gereon liegt aufder Stelle. Beim Abbruch dieser sehr alten Kapelle sind vieleRömermünzen, Krüge etc. gefunden worden.

24. S. Jodocus auf dem Lichhofe, abgebrochen resp.theilweise umgeändert. Sie befand sich in dem Convente ander Ecke auf dem Lichhofe, das dermalen zur Armen-Mädchen-schule von S. Marien eingerichtet ist. In dieser Kapelle war7 Tage vor und 7 Tage nach Maria Heimsuchung eine Abend-andacht, wo jeden Tag am Schlüsse 15 Kinder das Salve Reginabeteten; diese bekamen dafür am 25. Juni, 2. und 9. Juli nachBeendigung jedes 2 Pfund Kirschen; daher nannte man diesekleine Kapelle gewöhnlich: ,,'t Keeschekapellche".

25. Zum heiligen Kreuz auf der Breitstrasse, bestehtzwar noch, ist aber nicht mehr im Gebrauch zum Gottesdienste;sie gehörte zu dem Gonvent (Kreuzconvent) auf der Breitstrasse,dermalen mit Nr. 120 und 122 bezeichnet.

26. S. Alexius, abgebrochen, lag hinter den HäusernNr. 35 auf dem Neumarkte (siehe Alexianer).

27. S. Matthias, abgebrochen, gehörte zum ehemaligenHeisterbacherhofe an S. Matthias Nr. 2.

28. S. Maternus, die Vorhalle von S. Cäcilien, wurdewegen ihres Alterthums besonders als Capelle aufgeführt.

29. S. Lambertus, abgebrochen, vor dem Dom. UnterFettenhennen, gegenüber der Burgmauer, war zur Zeit, als derfreie Platz vor der westlichen Hauptfronte des Domes nochganz bebaut war, ein Durchgang von Fettenhennen zum Dom(düüsteren Oemgang genannt), über diesem Gange war eineCapelle zu Ehren des heiligen Lambertus, sie stand in Verbin-dung mit der Domdechanei.

30. S. Quirinus, existirt noch, aber schon lange ist keinGottesdienst mehr darin gehalten worden. Sie ist Eigenthumder Armenverwaltung, dermalen das Convent in der Waisenhaus-gasse. Ein ehrwürdiges Alterthum, welches zu den ältesten Ge-bäuden der Stadt gehört. Kaiser Lothar schenkte es im Jahre855 zum Hospital.

31. S. Marcellus, abgebrochen, war Marzellenstrasse beidem Hause Nr. 46 und 48.

32. S. Hieronymus, die Hauscapelle zum Gladbacherhofe.

In diesen 118 Kirchen und Capellen wurde in einer be-stimmten Reihenfolge das 40 stündige Gebet abgehalten. DieZahl der Gotteshäuser war gross genug, dass ein jedes die An-

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