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2 (1893) Die Erzdiöcese Köln nach der Kirchentrennung
Entstehung
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III. Der Grundbesitz der Geistlichkeit

im rheinischen Theil des Erzstifts

um 1670.

Die Quelle für die Feststellung dieser Verhältnisse istdie kölnische Landes-Description von 16691672 vonHeinrich Walter von Streversdorff. Der aus Neuss gebür-tige Verfasser dieser statistischen Zusammenstellungen warTitularbischof des zum Metropolsitz Caesarea gehörendenSprengeis von Ascalon. Gleichzeitig bekleidete er dieStellung eines Weihbischofs von Mainz. Vom Jahre 1658bis 1670 hielt er sich in Köln auf und verrichtete in derStadt und Erzdiöcese verschiedene Pontificalhandlungen.Dann kehrte er nach Mainz zurück und vollendete dortdie von ihm in Köln begonnene Landes-Description. DerTod ereilte ihn im hohen Alter 1674; bei den Augustinernin Mainz fand er seine letzte Ruhestätte. Harzheim gibtp. 321 seiner Bibliotheca colon. verschiedene Notizen überden verdienstvollen Mann unter gleichzeitiger Mittheilungdes von jenem selbst verfassten Epithaphiums.

Die von uns benutzte Handschrift aus dem Archivdes erzbischöflichen Generalvicariats war bis 1853 im Besitzedes kölnischen Geschichtsforschers v. Mering. Das Documentbildet einen starken Pergamentband in Folio, ist aber nichtdas Original selbst, sondern eine von verschiedenen Händenangefertigte Abschrift. Sämmtliche Angaben beziehen sichauf den rheinischen Theil des Erzstifts, also nicht Erzbis-thums und verbreiten sich über alle Liegenschaften desLandes. Wir berücksichtigen hier nur den geistlichenBesitz.

Nach den Angaben v. Streversdorff s umfasste das Ge-sammt-Areal des rheinfränkischen Theils des Erzstifts 349 102Morgen. Davon besassen: